Das Totengedenkfest

Am 4.April 2013 wurde in China das 清明节 [Qīngmíng jié] – Totengedenkfest gefeiert. Dieses Fest findet jährlich am 4. oder 5. (manchmal auch am 6.) April statt. An diesem Tag gedenken die Chinesen der verstorbenen Vorfahren und besuchen deren Gräber.

Totengedenkfest

Das chinesische Totenfest fällt auf den 106. Tag nach dem chinesischen Sonnenkalender (Bauernkalender), 15 Tage nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche, 春分 [ChūnFēn] – Mittfrühling.
An diesem Tag reisen viele Familien zu den Gräbern um dort die Ahnen zu gedenken.  Sie säubern die Gräber, legen dort Früchte, Essen und Getränke, Blumen und Gegenstände ab, die den Verstorbenen zu ihren Lebzeiten gefielen, zünden Weihrauchstäbchen an, verbrennen Papiergeld und verbeugen sich vor dem Grab.
Neben Papiergeld werden auch Autos, Anzüge und Schuhe aus Papier verbrannt.

Die verbrannten Gegenstände sollen den Vorfahren zur Verfügung stehen, damit sie im Jenseits ein glückliches Leben führen können.

qingtuanImmer zu dieser Zeit gibt es in den Supermärkten grüne Reiskuchen zu kaufen. Diese Reiskuchen, 青团 [Qīng tuán] = grüner Kuchen, wird traditionell zum Qingming-Fest gegessen. Dieser Kuchen wird aus Klebreis, roter Bohnenpaste und einer spezieller Pflanze namens 麦青 [Mài qīng] gemacht und schmeckt süsslich.
Neben der Trauer während des Grabbesuches hat das Fest auch eine fröhliche Bedeutung. Das Qingming-Fest findet jedes Jahr im Frühling statt, wenn es bereits wärmer wird und Gräser und Bäume zu sprießen beginnen. Viele Familien unternehmen daher zum Fest einen Frühlingsausflug und genießen die Freude und Hoffnung auf den Frühling.

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