♨ Schneehaut-Mondkuchen (冰皮月饼) mit roter Bohnenpaste

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 11,1K Aufrufe 3 Minuten Lesezeit

Schneehaut-Mondkuchen, auf Chinesisch 冰皮月饼 (Bīng pí yuèbǐng), sind ungebackene Mondkuchen. Sie stammen ursprünglich aus Hongkong und haben sich später auch in Mainland China verbreitet. Im Gegensatz zu klassischen Mondkuchen werden sie nicht gebacken, sondern gedämpft und anschließend kalt gegessen.

Die weiche, leicht elastische „Schneehaut“ wird aus Reismehlen hergestellt und umschließt eine süße Füllung. Besonders beliebt ist rote Bohnenpaste, aber auch andere Füllungen sind möglich. 

Schneehaut-Mondkuchen werden gut gekühlt serviert und eignen sich besonders für warme Tage. Was ich persönlich auch sehr gerne mag ist sie mit Eiscreme zu befüllen. Zum Beispiel mit Vanilleeis. Die müssen aber dann recht schnell verputzt werden, bzw. wenn man sie vom Gefrierfach heraus holt kurz antauen lassen.

Alle Zutaten auf einem Blick:

🥢 Schneehaut

  • 45 g Klebreismehl
  • 35 g Reismehl
  • 20 g Weizenstärke
  • 185 g Milch
  • 50 g Puderzucker
  • 20 ml geschmacksneutrales Öl

🥄 Füllung

Außerdem etwas gebratener Klebreismehl und eine Mondkuchenform

Hinweis zu den Zutaten:
Gebratener Klebreismehl wird benötigt, damit der Teig nicht an Händen oder Form klebt. Dafür normalen Klebreismehl in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten, bis er nicht mehr roh riecht. Fertige rote Bohnenpaste aus dem Asiamarkt ist praktisch, in Deutschland aber oft sehr süß. Die Süße lässt sich am besten über die Portionsgröße steuern.

Schneehaut Mondkuchen - Die Zubereitung

In einer Schüssel Milch, Puderzucker und Öl miteinander vermischen. Danach Klebreismehl, Reismehl und die Weizenstärke hinzu geben. Alles gut verrühren bis eine Teigmasse entsteht.
Den Teig etwa 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend 15–20 Minuten bei starker Hitze dämpfen, bis der Teig vollständig gegart ist.

Den heißen Teig sofort mit Essstäbchen kräftig durchrühren (Vorsicht, sehr heiß), bis er geschmeidig wird. Sobald er handwarm ist, nochmals mit der Hand gut durchkneten. Der Teig sollte am Ende glatt und leicht glänzend sein. Vollständig abkühlen lassen – das ist später die Schneehaut.

Die abgekühlte Schneehaut in Portionen à etwa 40 g teilen und zu flachen Scheiben formen. Die rote Bohnenpaste in 30-g-Portionen teilen und zu Kugeln formen. 
Hinweis: je nachdem wie groß eure Formen sind, fallen die Portionsgrößen evtl. anders aus.

Die Hände leicht mit gebratenem Klebreismehl bestäuben. Eine Scheibe Schneehaut in die Hand legen, die Bohnenpaste mittig platzieren und vorsichtig vollständig umschließen.
Die Mondkuchenform ebenfalls leicht mit gebratenem Klebreismehl bestäuben, überschüssiges Mehl ausklopfen und den gefüllten Mondkuchen hineinsetzen. Vorsichtig aus der Form drücken.

Die fertigen Mondkuchen abgedeckt mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank kühlen. Gut gekühlt servieren. 
Hinweis: die Mondkuchen sollten Luftdicht gelagert werden, da sonst die äußere Haut hart wird.

Wusstest du...

Durch die neutrale Farbe der Schneehaut lassen sich Schneehaut-Mondkuchen leicht einfärben. Ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe reichen aus, um verschiedene Farben zu gestalten.

Typische Fehler

Wenn der Teig nicht vollständig gegart ist, bleibt die Schneehaut klebrig und roh.
Zu wenig gebratener Klebreismehl führt dazu, dass der Teig an Händen oder Form klebt.
Wer die Mondkuchen offen lagert, riskiert eine harte Oberfläche – immer luftdicht aufbewahren.

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Schneehaut Mondkuchen Rezept zum Ausdrucken

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Für: ca. 9 Stück Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Bewertung 4.6/5
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ZUTATEN

Schneehaut
45 g Klebreismehl
35 g Reismehl
20 g Weizenstärke
185 g Milch
50 g Puderzucker
20 ml neutrales Öl
Füllung & Zubehör
240 g rote Bohnenpaste
gebrochener Klebreismehl
Mondkuchenform

ZUBEREITUNG

Milch, Zucker und Öl verrühren, Mehle unterrühren.

30 Min. ruhen lassen, 15–20 Min. dämpfen.

Heiß durchrühren, handwarm kneten, abkühlen lassen.

Schneehaut (40 g) und Füllung (30 g) portionieren.

Füllung mit Schneehaut umschließen.

In bemehlte Form drücken.

Mind. 4 Std. gekühlt ruhen lassen.

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4 Kommentare

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Tina 16/09/2018 - 17:59

Wow! Wie toll sieht das denn aus und klingt auch noch sehr appetitlich. Ich habe noch nie Mondkuchen gegessen, aber das steht jetzt eindeutig auf meiner ToDo-Liste!!! Danke <3

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Janine 17/09/2018 - 16:03

Liebe Ting, das Konzept Deines Blogs finde ich einfach genial :D China ist für mich als Schweizerin ebenfalls ein fremdes aber unheimlich spannendes Land und besonders die Küche hat es mir angetan! Aber trotzdem bin ich gespannt, was ich von Dir noch alles lernen kann :D
Liebste Grüsse
Janine von https://www.vivarubia.com/

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Chufanggaoshou 18/09/2018 - 11:48

Moin Ting Ting,
das ist ein tolles Rezept und ich habe Lust es nachzumachen. Wusste gar nicht, dass man Mondkuchen auch ganz ohne Eier hinkriegt. Wie lange wären die denn deiner Meinung nach haltbar? Sollten sie dauerhaft im Kühlschrank aufbewahrt werden? Würde die auch gerne transportieren und habe keine Lust, dass sie am Ende den Geschmack verlieren.
Hast du auch eine Anregung, wie man die ohne Mondkuchen-Former so schön hinbekommen könnte?
Liebe Grüße
Chufanggaoshou

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Ting Ting 19/09/2018 - 13:31

Hallo Chufanggaoshou,
oh, das ist schwer zu sagen. Allgemein sind die nicht ganz so lange haltbar, wie die gebackenen Mondkuchen. Aber wie lange genau habe ich auch noch nie getestet. Ich würde sie aber innerhalb von wenigen Tagen aufessen.
Die Schneehaut Mondkuchen müssen kühl gelagert werden und werden auch kühl verzehrt.
Mhh. Ohne Mondkuchen Former kannst du sie ganz rund lassen. Dann sehen sie so aus wie Mochis. Oder du kannst sie oval formen und mit der Schere zwei Ohren heraus schneiden und mit etwas rundem (z.B. Sesamkörner oder Zuckerperlen) zwei Augen formen. Dann sieht das ganze wie ein Schneehäschen aus. Oder z.B wie auf diesem Bild:klick

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