Ausflug nach Shanghai – Jing’an Tempel

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 3,6K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Shanghai ist eine der größten Städte der Welt und für viele längst kein unbekanntes Blatt mehr. Selbst wer noch nie dort war, hat zumindest Bilder vom Bund im Kopf, die Uferpromenade, die vor allem nachts wirklich beeindruckend ist. Shanghai gilt als eine der weltoffensten Städte Chinas. Unzählige Expats aus aller Welt leben hier, was der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre verleiht.

Ich persönlich verbinde Shanghai allerdings weniger mit Sightseeing, sondern eher mit meinen Besuchen beim Konsulat.

Von Ningbo nach Shanghai mit dem Bus

Von Ningbo aus braucht man etwa drei Stunden mit dem Bus nach Shanghai – vorausgesetzt, man gerät nicht in einen Stau. Die Fahrt führt über eine extrem lange Meeresbrücke. Gefühlt waren wir mindestens ein bis zwei Stunden nur auf dieser Brücke unterwegs. Während der Fahrt ist mir ein besonderes Gebäude aufgefallen, das aussah, als hätte es zwei große Flügel. Leider weiß ich bis heute nicht, um welches Gebäude es sich gehandelt hat, aber es ist mir im Gedächtnis geblieben.


Jing’an Tempel – mitten in der Großstadt

In der Nähe des Konsulats befindet sich der Jing’an Tempel. 静安寺 bedeutet übersetzt so viel wie „Tempel des Friedens und der Ruhe“. Ironischerweise liegt der Tempel heute mitten in einem der geschäftigsten Viertel Shanghais, umgeben von Wolkenkratzern, Straßenverkehr und einer großen Einkaufspassage.

Der Tempel wurde erstmals im Jahr 247 nach Christus erbaut, befand sich ursprünglich jedoch an einem anderen Ort und trug auch einen anderen Namen. Heute liegt er am westlichen Ende der Nanjing Road und ist kaum zu übersehen.

Der Jing’an Tempel liegt direkt an der Metrostation Jing’an Temple und ist über die Linien 2 und 7 erreichbar. Rein praktisch gesehen kann man ihn also kaum verfehlen. 


Lohnt sich der Jing’an Tempel?

Für den Besuch selbst sollte man nicht allzu viel Zeit einplanen. Etwa 30 bis 60 Minuten reichen völlig aus, um sich alles in Ruhe anzuschauen. Es ist kein Tempel, in dem man stundenlang verweilt oder sich verliert, sondern eher ein kurzer Zwischenstopp im sonst sehr hektischen Stadtalltag.

Im Inneren gibt es mehrere Hallen mit buddhistischen Statuen, Räucherstäbchen und Opfergaben. Besonders auffällig ist die starke Vergoldung der Gebäude. Alles glänzt und wirkt sehr pompös, was den Tempel zwar fotogen macht, ihm aber gleichzeitig etwas die Ruhe nimmt.

Ich persönlich fand den Jing’an Tempel nicht besonders beeindruckend. Für viele Besucher mag er faszinierend wirken, für mich fühlte sich vieles jedoch eher wie ein Touristenfang an. In den angrenzenden Läden, die im Stil des Tempels aufgebaut sind, wird Gold und ähnlicher Schmuck verkauft. Durch die starke Vergoldung des Tempels selbst wirkte es fast so, als würde alles miteinander verschwimmen. Aber das ist natürlich eine reine Geschmackssache.

Wer aber, wie ich, sowieso zum deutschen Konsulat muss, kann einen kleinen Abstecher hierhin machen. 

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2 Kommentare

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Ophelia lernt schwimmen 12/07/2013 - 20:25

Hallo,
in Shanghai war ich bei unserer Rundreise auch, wir sind mit dem Transrapid gefahren, nur fliegen ist schöner :-). Wir haben dann noch eine Fahrt mit dem Schiff gemacht und konnten so die Skyline vom Wasser aus sehen, beeindruckend. Tempel haben wir auch besichtigt, auch eine Seidenfabrik und Perlen-Manufaktur.
Tolle Bilder.
Bei Behördengängen braucht man Geduld und gute Nerven..
Liebe Grüße, Ophelia

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Ting Ting 16/07/2013 - 12:06

Oh, da bin ich ja ganz neidisch, dass ihr so viel sehen konntet!
In Shanghai kann man ja schon so einiges machen und besichtigen…ich muss mir das naechste Mal unbedingt mehr Zeit einplanen :(

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