Xuedou Tempel in Fenghua – Ein großer Komplex, kein schneller Zwischenstopp

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Veröffentlicht: Aktualisiert: 6,4K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Der Xuedou Tempel (雪窦寺) liegt im Xikou-Gebiet im heutigen Fenghua-Distrikt von Ningbo, etwa 30 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum entfernt. Er gehört zum landschaftlich ausgedehnten Xuedou-Berg (雪窦山) und ist Teil eines größeren Natur- und Tempelareals.

Man fährt nicht einfach „zu einem Tempel“, sondern in ein ganzes Gelände.

Lage und historische Einordnung

Der Tempel selbst geht auf die Tang-Dynastie zurück. Wie bei vielen Anlagen in China wurde er über die Jahrhunderte mehrfach zerstört, neu aufgebaut und erweitert. Die heutige Struktur ist eine Mischung aus historischer Grundlage und moderner Rekonstruktion.

Xuedou gehört innerhalb des chinesischen Buddhismus zur Chan-Tradition (Zen). In buddhistischen Kreisen ist der Ort bekannter als im klassischen Tourismus.


Die Maitreya-Statue

Oberhalb der Tempelanlage steht die große Maitreya-Statue – der sogenannte „lachende Buddha“.
Die Figur ist über 50 Meter hoch und gehört zu den größten Darstellungen dieser Art in China.

Man erreicht sie über mehrere Treppenabschnitte. Es ist kein kurzer Spaziergang, sondern eher ein stetiger Anstieg. Das Gelände ist offen angelegt, sodass man die Statue schon von weiter unten sieht.

Die Dimension wirkt vor Ort größer als auf Fotos.



Das Gelände

Was viele unterschätzen: Die Anlage ist weitläufig. Zwischen Tempelgebäuden, Plätzen, Treppen und Ausblicken vergeht schnell mehr Zeit als geplant. Dazu kommt die Natur rundherum – Wald, Hänge, Wege.

In unmittelbarer Nähe befinden sich auch die Xuedou-Wasserfälle, die zum gleichen Landschaftsgebiet gehören. Es ist kein einzelnes Bauwerk, sondern ein Gesamtareal.

Atmosphäre

Xuedou ist kein stiller Hinterhof-Tempel. Es ist organisiert, gepflegt und klar strukturiert. An Wochenenden und Feiertagen kann es entsprechend voll werden. An ruhigeren Tagen wirkt die Anlage offener.

Man merkt, dass der Ort religiöse Bedeutung hat, gleichzeitig ist er infrastrukturell auf Besucher ausgelegt.

Einordnung

Wer von Ningbo aus einen Ausflug in Richtung Natur und Tempelanlage plant, bekommt hier beides kombiniert: Berglandschaft und große buddhistische Architektur.

Es ist kein Geheimtipp. Aber auch kein reiner Fotospot.

Man sollte Zeit einplanen – nicht wegen „Magie“, sondern wegen der schieren Größe des Geländes.

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7 Kommentare

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Christian 29/09/2013 - 16:35

Hi,
mich würde mal interessieren wie es die Chinesen mit Religion an sich halten. Ist es eher wie in Deutschland, das ein Großteil schon Religiös ist, aber eher nur auf dem Papier bzw. passiv oder spielt der Buddhismus oder Taoismus schon eine Große Rolle?
Finde deinen Blog sehr interessant.
Schöne Grüße aus Bayern.
Christian

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Ting Ting 30/09/2013 - 08:59

Hallo Christian,
die meisten Chinesen, die ich kennen gelernt habe, sind nicht religiös. Ich denke also nicht, dass Religion eine wirklich große Rolle spielt…
Ich persönlich kenne nur eine religiöse Person..undzwar meine Mutter. In China geht sie noch öfters zu Tempeln und Zuhause in Deutschland zündet sie an besonderen Tagen Räucherstäbchen an und legt kleine „Opfergaben“ wie Obst vor dem Altar. Früher hatte sie auch noch jeden Tag Tee vors Altar gestellt.
Ich selbst habe nur sehr wenig Ahnung davon und bin auch nicht religiös. Es gibt aber auch Christen in China, wie meine Großeltern väterlicherseits. Nur so am Rande.
Vielleicht ist die Religion bei der älteren Generation noch mehr verankert, als die bei der jüngeren…ich weiß es nicht.
Tut mir leid, dass ich dir hierauf keine so genaue Antwort geben kann :(

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Carina 29/09/2013 - 20:23

Oh wow! Die Anlage sieht echt beeindruckend aus! Schöne Fotos! :)

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Ting Ting 30/09/2013 - 09:02

Danke =)

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ophelia 29/09/2013 - 22:49

Sehr beeindruckende Aufnahme, die Buddha-Statur wirkt schon sehr monumental. Den Weg dort hoch hätte ich auch gescheut.
Für viele ist es sicher ein „großes“ Opfer eine Cola oder Kekse zu spenden:-), bzw. zu opfern. . . .
Hauptsache, ihr habt einen schönen Tag verbracht und wie es scheint war das Wetter gut?!
Liebe Grüße, Ophelia

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Ting Ting 30/09/2013 - 09:05

Bei der ersten Buddha-Anlage bin ich wirklich ALLE Treppen hochgestiegen und es waren noch viel mehrere Treppen, als bei dieser. Dieses Mal wollte ich mir das wirklich nicht antun :mrgreen:
Ja, das Wetter war wirklich gut, nicht allzu heiß und auch nicht regnerisch. Zum Ende hin zogen noch die Wolken auf, aber geregnet hatte es zum Glück nicht ^^

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Nadja 01/10/2013 - 12:13

Wow, schaut beeindruckend aus!:)
Liebe Grüße

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