Detektiv Conan ist eine dieser Serien, die gefühlt einfach nicht endet. Seit dem Manga-Debüt 1994 läuft die Geschichte rund um den kleinen Detektiv ununterbrochen weiter, mit neuen Kapiteln, Filmen und Fans auf der ganzen Welt. Und genau deshalb ist der Herkunftsort des Erschaffers heute ein ganz besonderer Ort für Fans.
Gosho Aoyama, der Schöpfer von Detektiv Conan, stammt aus Hokuei, einer kleinen Küstenstadt in der Präfektur Tottori. Inzwischen ist die Stadt vielen besser bekannt als Conan Town und ja, das ist mehr als nur ein Spitzname.
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Startpunkt: Die Detektiv Conan Station
Die Reise beginnt an der Yura Station, die offiziell zur Detektiv Conan Station umbenannt wurde. Schon beim Aussteigen merkt man: Das hier ist kein normaler Provinzbahnhof. Überall finden sich Conan-Motive, Figuren und kleine Details, die sofort klar machen, worum es geht.
Mit etwas Glück erwischt man sogar einen der Detektiv-Conan-Züge, die mehrmals täglich auf dieser Strecke unterwegs sind. Es gibt sie in verschiedenen Farben, und allein das Ein- und Aussteigen fühlt sich für Fans schon wie ein kleines Highlight an.

Conan Street – der Weg ist das Ziel
Direkt vor dem Bahnhof beginnt die rund 1,4 Kilometer lange Conan Street, die bis zur Gosho Aoyama Manga Factory führt. Und ganz ehrlich: Diese Strecke macht mehr Spaß, als man zuerst denkt.
Entlang des Weges begegnet man immer wieder bekannten Figuren:
Bronzestatuen, gestaltete Steinplatten, thematische Kanaldeckel und kleine Szenen, die man aus Manga und Anime wiedererkennt. Man bleibt ständig stehen, schaut genauer hin und merkt plötzlich, dass man schon viel länger unterwegs ist als geplant.
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Conan House & Beika Shopping Street
Zwischendurch kommt man an einem Bereich vorbei, der direkt aus der Serie stammen könnte: Conan House und die Beika Shopping Street. Hier gibt es ein Café, eine Bäckerei und natürlich einen Souvenirshop.
Auch wenn man sich vornimmt, nichts zu kaufen, es klappt selten. Irgendwas findet man immer. Und selbst wer kein Hardcore-Fan ist, hat hier Spaß, einfach weil alles liebevoll gemacht ist und nicht übertrieben wirkt.

Gosho Aoyama Manga Factory (Conan Museum)
Am Ende der Straße wartet das eigentliche Ziel vieler Besucher: die Gosho Aoyama Manga Factory, oft einfach als Detektiv Conan Museum bezeichnet.
Schon draußen wird man vom gelben Käfer von Professor Agasa begrüßt. Drinnen geht es weiter mit Originalzeichnungen, Infos zur Entstehung der Serie, Charakter-Hintergründen und vielen kleinen Details, die man nur versteht, wenn man Conan wirklich kennt. Im Hintergrund läuft leise Musik aus dem Anime, was die Stimmung überraschend gemütlich macht.
Wichtig zu wissen:
Nur das Museum kostet Eintritt.
Alles andere – Bahnhof, Straße, Figuren, Shops – ist frei zugänglich.
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Lohnt sich ein Besuch in Hokuei?
Hokuei ist keine Stadt, die man wegen klassischer Sehenswürdigkeiten besucht. Aber für Detektiv-Conan-Fans ist sie etwas Besonderes. Alles wirkt entspannt, nicht überlaufen und nicht wie ein künstlicher Themenpark.
Die Strecke mag kurz aussehen, aber mit Fotografieren, Umsehen und Museumsbesuch vergeht die Zeit schneller als gedacht. Perfekt für einen Halbtagesausflug – zum Beispiel als Zwischenstopp in der Region Tottori.









