Gion Matsuri in Kyoto – Reisebericht vom Sommerfestival

by Avatar-FotoTing Ting
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Das Gion Matsuri (祇園祭) gehört zu den bekanntesten und größten Festivals in Japan. Es findet jedes Jahr im Juli in Kyoto statt und blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück.

Mein Mann und ich konnten während unserer Japanreise einen Teil dieses Festivals selbst miterleben.

Der Höhepunkt des Gion Matsuri ist die große Yamaboko-Parade, bei der riesige, kunstvoll geschmückte Festwagen durch die Straßen von Kyoto gezogen werden. Doch auch in den Tagen davor herrscht in der Stadt eine besondere Festivalstimmung.



Geschichte des Gion Matsuri

Die Ursprünge des Festivals reichen bis ins Jahr 869 zurück.

Damals wurde das Fest als religiöses Ritual abgehalten, um eine Epidemie zu beenden. Im heutigen Yasaka-Schrein wurden Speere aufgestellt, um die Götter um Schutz zu bitten.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus eines der wichtigsten traditionellen Festivals Japans. Heute dauert das Gion Matsuri den gesamten Monat Juli, auch wenn die größten Veranstaltungen nur an einigen Tagen stattfinden.



Die berühmte Yamaboko-Parade

Die bekannteste Veranstaltung des Festivals ist die Yamaboko Junko, eine große Festwagenparade.

Dabei ziehen riesige Festwagen – sogenannte Yamaboko – durch die Straßen von Kyoto. Einige dieser Wagen sind bis zu 25 Meter hoch und wiegen mehrere Tonnen.

Die Wagen sind aufwendig mit Stoffen, Teppichen und traditionellen Kunstwerken geschmückt. Viele dieser Dekorationen sind mehrere hundert Jahre alt.

Besonders beeindruckend ist, dass die Wagen nicht von Motoren bewegt werden. Stattdessen ziehen viele Menschen die Wagen mit dicken Seilen durch die Straßen.

Die Paraden finden traditionell an zwei Tagen statt:
• 17. Juli – Saki Matsuri Parade
• 24. Juli – Ato Matsuri Parade


Yoiyama – die Festivalnächte

Neben der großen Parade sind auch die sogenannten Yoiyama-Abende ein Highlight des Gion Matsuri.

An mehreren Abenden vor der Parade werden viele Straßen im Zentrum von Kyoto für Autos gesperrt. Überall hängen Laternen, Straßenstände verkaufen Essen und viele Menschen tragen traditionelle Kleidung.

Die Atmosphäre erinnert ein wenig an ein großes Sommerfest.

Besonders rund um die Straßen Shijo-dori und Karasuma-dori ist während dieser Abende sehr viel los.



Streetfood beim Gion Matsuri

Während des Festivals gibt es zahlreiche Streetfood-Stände, an denen typische japanische Snacks verkauft werden.

Zu den klassischen Festivalgerichten gehören zum Beispiel:
• Takoyaki
• Yakitori
• Okonomiyaki
• Taiyaki

Gerade während der Yoiyama-Abende ist die Auswahl besonders groß.


Mein persönlicher Eindruck

Das Gion Matsuri war für mich ein sehr interessantes Erlebnis.

Auch wenn ich den religiösen Hintergrund des Festivals nicht vollständig verstanden habe, war es spannend zu sehen, wie lebendig diese Tradition bis heute geblieben ist.

Die Straßen waren voller Menschen, überall standen Streetfood-Stände und viele Besucher trugen traditionelle Kleidung. Dadurch entstand eine ganz besondere Festivalatmosphäre.



Tipps für Besucher

Wenn du das Gion Matsuri besuchen möchtest, solltest du ein paar Dinge beachten.

Früh kommen
Besonders während der Yoiyama-Abende und der Parade wird es sehr voll.

Sommerhitze beachten
Der Juli kann in Kyoto sehr heiß und schwül sein.

Unterkunft früh buchen
Da das Festival sehr bekannt ist, sind Hotels in Kyoto im Juli oft früh ausgebucht.



Häufige Fragen zum Gion Matsuri

Wann findet das Gion Matsuri statt?
Das Festival findet jedes Jahr im Juli in Kyoto statt. Die wichtigsten Paraden sind am 17. und 24. Juli.

Wo findet das Gion Matsuri statt?
Das Zentrum des Festivals liegt rund um den Yasaka-Schrein sowie die Straßen Shijo-dori und Karasuma-dori.

Was ist das Highlight des Festivals?
Die große Yamaboko-Parade, bei der riesige Festwagen durch Kyoto gezogen werden.

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