Niedliche Kosmetik aus Asien – warum ich sie sammle, aber kaum benutze

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 5,4K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Wer mich kennt, weiß: Ich falle in Asien zuverlässig auf die gleichen Dinge rein — Verpackungen.
Eigentlich wollte ich nie jemand sein, der Sachen kauft nur weil sie süß aussehen. Aber in China (und generell Ostasien) funktioniert Kosmetik einfach anders. Sie wird nicht nur benutzt, sie wird angeschaut.

Meine erste niedliche Handcreme habe ich damals geschenkt bekommen. Ein kleiner Panda. Viel zu schade zum Aufbrauchen. Und genau da fing das Problem an: Statt sie leer zu machen, habe ich angefangen Varianten zu sammeln.

Pfirsich, Rose, irgendwas das nach Baumwolle riechen sollte… und plötzlich stehen mehrere davon im Regal.

Der Inhalt? Ganz normale Handcreme.

Aber die Dose? Ein kleines Ausstellungsstück.

Und so ging es weiter.

Kosmetik, die eher Deko ist

Irgendwann habe ich dann auch Lipgloss entdeckt. Kleine Fläschchen wie Honigtöpfe, mit Mini-Spatel innen drin. Total unpraktisch eigentlich, aber genau deshalb interessant. Ich habe den Gloss kaum benutzt. Die meisten wahrscheinlich nie.

Dasselbe bei den Nagellacken: super günstig, hübsche Flaschen, aber qualitativ eher mittelmäßig. Trotzdem nimmt man sie mit, weil sie eher Sammelobjekt als Kosmetik sind.

Auch Handspiegel gehören dazu. Die Auswahl ist riesig, verspielt, ornamental, manchmal fast schon kitschig. In Deutschland würde man vielleicht einen auswählen. Dort überlegt man eher, welchen man nicht nimmt.


Der Unterschied zu westlicher Kosmetik

In Europa kauft man Kosmetik meistens funktional: wirkt sie, hält sie, passt die Farbe?
Hier ist der erste Eindruck oft: sieht sie niedlich aus?

Der Inhalt ist fast zweitrangig. Die Verpackung ist Teil des Produkts. Viele Sachen stehen später einfach sichtbar herum, auf dem Schminktisch, im Bad oder auf dem Schreibtisch. Man benutzt sie, aber man stellt sie auch bewusst hin.

Und genau deshalb wirft man die leeren Dosen oft nicht weg. Man hebt sie auf. Für Schmuck, Kleinkram oder einfach als Deko.

Sammeln statt benutzen

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich manche Sachen gar nicht kaufe, weil ich sie brauche. Sondern weil ich weiß, dass ich sie später anschauen werde. In Deutschland habe ich früher Miniatur Parfum Flaschen gesammelt, ich denke das kann man am ehesten damit vergleichen.

Das klingt unlogisch, aber irgendwie auch nicht. Es sind kleine Alltagsgegenstände, die einfach Freude machen. Und genau deshalb stehen hier heute mehrere Cremes, Lipglosse und Spiegel herum, die wahrscheinlich ewig halten werden.


Fazit

Diese Art von Kosmetik ist weniger ein Pflegeprodukt und mehr ein kleines Sammelobjekt. Der Nutzen steht nicht im Vordergrund — das Gefühl schon.

Man benutzt sie nebenbei. Aber gekauft wird sie wegen der Verpackung. Und ich bin mir ziemlich sicher: Genau deshalb funktionieren solche Produkte hier so gut.

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