Mapo Tofu ist ein klassisches Gericht aus der chinesischen Provinz Sichuan, die für ihre Schärfe bekannt ist. Besonders an kalten Tagen wird dieses Gericht gern gegessen. Die Kombination aus Chili und Szechuanpfeffer sorgt für das typische má-Gefühl: ein leicht betäubendes Kribbeln auf der Zunge. Genau das ist gewollt und macht Mapo Tofu so besonders.
Alle Zutaten auf einem Blick:
Hinweis zur Portionsangabe Dieses Rezept kommt bewusst ohne feste Mengen für Personen aus. In der chinesischen Küche wird selten in Portionen gedacht. Warum das so ist und wie du Rezepte trotzdem gut einschätzen kannst, erkläre ich hier: → Authentisch chinesisch kochen
🥢 Grundzutaten
- 400 g Seidentofu
- 50 g Hackfleisch (Rind oder Schwein)
- 30 g Doubanjiang (Bohnenpaste)
- 20 g fermentierte schwarze Bohnen (Douchi)
- 300 ml Brühe
🌶️ Würzen & Aromaten
- 20 g Knoblauch, fein gehackt
- 1 g Szechuanpfeffer (frisch gemahlen)
- 15 g helle Sojasauce
- 10 g Reiswein
- 2 g Salz
🌿 Zum Braten & Garnieren
- 30 g Erdnussöl
- 30 g Frühlingszwiebeln
- frischer Koriander (optional)
🥄 Zum Binden
- Stärkemehl
- etwas Wasser zum Anrühren
Mapo Tofu - Die Zubereitung
Szechuanpfeffer richtig vorbereiten
Dafür die Pfefferkörner ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten, bis sie duften. Anschließend abkühlen lassen und im Mörser oder in der Mühle fein mahlen.
Mapo Tofu auf einem Teller anrichten und gleichmäßig mit dem gemahlenen Szechuanpfeffer bestreuen. Mit Schnittlauch oder Frühlingszwiebelgrün garnieren. Wer mag, kann zusätzlich frischen Koriander verwenden. Schmeckt am besten mit schlichtem, weißem Reis ❀
Wusstest du...
dass Mapo Tofu nach einer echten Person benannt ist?
Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „Ma“ steht für pockennarbig, „Po“ für eine ältere Frau oder Wirtin. Gemeint ist eine Köchin, die im 19. Jahrhundert in Chengdu ein kleines
Lokal betrieb und für ihre Tofu-Gerichte bekannt war.
Einer Überlieferung nach wollten ihre Gäste irgendwann nicht mehr nur vegetarisch essen. Also gab sie Hackfleisch zu ihrem Tofu, kräftig gewürzt mit Doubanjiang und Szechuanpfeffer. Das Gericht kam so gut an, dass es bald nicht mehr „Tofu von nebenan“, sondern einfach „Mapo Tofu“ hieß – nach der Köchin selbst.
Welche Version nun genau stimmt, lässt sich heute nicht mehr sagen. Sicher ist nur: Das Gericht hat seinen Namen nicht wegen einer Marketingidee bekommen, sondern weil es über Jahre hinweg immer wieder bestellt wurde.
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Mapo Tofu Rezept zum Ausdrucken
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ZUTATEN
400 g Seidentofu
50 g Hackfleisch (Rind oder Schwein)
30 g Erdnussöl
30 g Doubanjiang
20 g fermentierte schwarze Bohnen
20 g Knoblauch
300 ml Brühe
15 g helle Sojasauce
10 g Reiswein
1 g Szechuanpfeffer
Stärkemehl
Salz
Frühlingszwiebeln
Koriander (optional)
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