Shanghai entdecken:

Sehenswürdigkeiten, Viertel & Tipps für deine Reise

Shanghai ist so eine Stadt, bei der man nach dem Aussteigen erstmal kurz stehen bleibt und denkt: Okay… und wo fange ich jetzt an? Wolkenkratzer, alte Gassen, Tempel zwischen Shoppingmalls, Flussblick, Neon, Teeduft – alles gleichzeitig.


Ich selbst bin immer wieder in Shanghai, meistens wegen Terminen (ja: Konsulat lässt grüßen) oder weil es von Ningbo aus einfach ein machbarer Trip ist. Und genau deshalb ist dieser Artikel keine „Top 10 zum Abhaken“-Liste, sondern eher eine Orientierung, damit du Shanghai so erlebst, dass es sich nicht wie Stress anfühlt.

Shanghai in kurz: Damit du die Stadt sofort einordnen kannst

Shanghai besteht nicht aus „einer Innenstadt“, sondern aus mehreren Welten, die nebeneinander liegen:

  *   Puxi (westlich des Huangpu): das „klassische“ Shanghai mit alten
Vierteln, vielen Tempeln, der Nanjing Road, French Concession, Bars,
Cafés, viel Flair.
  *   Pudong (östlich des Huangpu): Skyline, Finanzviertel, Shanghai Tower & Co., breitere Straßen, futuristischer Look.
  *   Der Fluss (Huangpu) ist die große Trennlinie und gleichzeitig genau der Grund, warum Shanghai abends so schön ist.

Wenn du nur wenig Zeit hast: Puxi + Bund + einmal rüber nach Pudong ist die Kombi, die sich sofort „Shanghai“ anfühlt.



Wie viele Tage braucht man realistisch?

  *   1 Tag: geht – aber wird ein Best-of-Tag (Bund + Altstadt/Yuyuan + French Concession oder Lujiazui).
  *   2–3 Tage: perfekt für „ich will was sehen, aber nicht rennen“.
  *   4+ Tage: lohnt sich, wenn du Tagesausflüge einbauen willst (Wasserstadt, Suzhou/Hangzhou, Disneyland).

Ankommen ohne Nervenzusammenbruch:

Flughäfen, Bahnhof & Orientierung

Shanghai hat zwei große Flughäfen:

  *   Hongqiao ist näher an der Stadt und hängt direkt am großen Bahnhofs-/Transportknoten.
  *   Pudong ist weiter draußen, aber gut angebunden (Metro/Maglev/Taxi – je nachdem, wie spät du landest).


Mein Tipp: Plane am Ankunftstag nichts „Großes“ mehr ein. Shanghai sieht in der Theorie kompakt aus, aber die Wege können dich überraschen.

Shanghai Metro & Bezahlen: Was du wirklich wissen musst

Die Metro ist in Shanghai dein bester Freund. Und für viele Reisende ist eine Sache inzwischen richtig angenehm: In der Shanghai Metro kann man
an vielen Stationen kontaktlos mit internationalen Karten zahlen (z. B. Visa tap-to-pay).

Trotzdem: In China läuft im Alltag extrem viel über Mobile Payment – also Alipay/WeChat Pay. Falls du das nicht einrichten willst, kommst du
in Shanghai trotzdem durch, aber du merkst schnell: es ist bequemer, wenn es klappt.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Shanghai

The Bund (外滩): Shanghai, wie man es sich vorstellt

Der Bund ist nicht „nur“ eine Promenade. Er ist dieses typische Shanghai-Gefühl: historische Gebäude auf der einen Seite, Pudong-Skyline
auf der anderen, und dazwischen dieser Fluss, der abends alles reflektiert. Wenn du nur einmal in Shanghai bist: geh hier hin – am besten kurz vor Sonnenuntergang.

Mini-Tipp: Geh nicht nur die Hauptstelle ab. Lauf ein Stück weiter, wo es ruhiger wird – da wirkt es sofort weniger touristisch.

Lujiazui & Skyline: Pudong von oben (und von unten)

Pudong ist das komplette Gegenteil von „Altstadtromantik“ – aber genau deswegen so spannend. Du kannst hier einfach durchlaufen und dich klein fühlen zwischen den Türmen. Wenn du eine Aussichtsplattform machen willst: such dir eine aus (sonst wird’s teuer und irgendwann sehen Wolkenkratzer auf Fotos alle gleich aus).


 Shanghai Lujiazui Viertel – Was es dort zu sehen gibt


Yu Garden: schön – aber stell dich auf Menschen ein

Yuyuan (Yu Garden) ist toll, wenn du dieses „klassische China-in-Shanghai“-Gefühl suchst. Aber: Das ist auch einer der Orte, wo Shanghai touristisch richtig laut werden kann. Wenn du’s entspannt willst: morgens hin oder unter der Woche.

French Concession: Shanghai zum Spazieren

Wenn du mich fragst: Hier versteht man Shanghai am besten. Nicht durch ein Museumsschild, sondern durchs Rumlaufen. Kleine Straßen, Bäume, alte Häuser, Cafés, Boutiquen, dieses „ich bin in China – aber irgendwie auch nicht“-Gefühl.

Nanjing Road: Shopping, Lichter, Chaos – einmal reicht

Die Nanjing Road muss man nicht lieben, aber man sollte sie einmal gesehen haben – einfach weil sie so extrem „Großstadt“ ist. Wenn du Menschenmassen nicht magst: Geh kurz hin, schau’s dir an, und dann wieder raus in eine Nebenstraße.

Jing’an Tempel: Tempel zwischen Hochhäusern

Das ist genau dieser Shanghai-Moment: Du stehst vor einem Tempel und direkt dahinter ist Glas und Beton. Wenn du eh in der Gegend bist
(Shopping/Restaurant/Hotel/ deutsches Konsulat), lohnt es absolut.


 Ausflug nach Shanghai – Jing’an Tempel

Shanghai Museum / Kunst & Kultur (wenn du mal „Pause“ brauchst)

Shanghai ist intensiv. Ein Museumstag ist manchmal genau das Richtige als Gegenpol zu Hitze, Lärm und Lauferei. (Und ja: viele Museen arbeiten inzwischen mit Reservierungen/Zeitslots – also lieber kurz vorher checken.)

Tianzifang & kreative Gassen

Klein, wuselig, viele Souvenirs – aber auch hübsche Ecken, wenn man gern durch Gassen schlendert und ein bisschen „stöbert“. Nicht das authentischste Shanghai der Welt, aber oft ein netter Zwischenstopp.

Tagesausflüge ab Shanghai (wenn du nach 2 Tagen Stadt „Luft“ brauchst)

  *   Zhujiajiao (Wasserstadt): Klassiker, schnell erreichbar, viele kleine Brücken & Kanäle.
  *   Suzhou: Gärten, Kanäle, eleganter – oft als „Venedig des Ostens“ verkauft (ich finde den Vergleich immer schwierig, aber Suzhou lohnt wirklich).
  *   Hangzhou: West Lake, Tee, Berge – viel ruhiger als Shanghai.

praktische Tipps, die man erst merkt, wenn man schon dort ist

  *   Shanghai ist lauf-intensiv. Auch wenn du Metro fährst, läufst du viel.
  *   Hitze & Luftfeuchtigkeit können dich im Sommer komplett zerlegen – plane Pausen ein.
  *   Abends ist Shanghai am schönsten. Nicht nur wegen der Lichter, sondern weil die Stadt dann „weicher“ wirkt.
  *   Hotels: Je zentraler, desto teurer – aber zu weit draußen frisst dir Zeit.

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