Fahrradrikscha in China – Unterwegs mit dem Fahrradtaxi

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 5,4K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Ein Fahrradtaxi, auch Fahrradrikscha oder Dreirad-Rikscha genannt, ist eine einfache Form der Rikscha, die mit Muskelkraft betrieben wird. Im Gegensatz zu den klassischen Laufrikschas, bei denen Menschen eine zweirädrige Kutsche ziehen, wird die Fahrradrikscha durch Pedale angetrieben. Eine Art modernisierte Version also – zumindest technisch.

Laufrikschas sieht man in China heute kaum noch. Ich persönlich habe noch nie eine gesehen. Meine erste Fahrt mit einer Fahrradrikscha hatte ich 2009, als ich zum ersten Mal für zwei Wochen in China war, in der Heimatstadt meiner Eltern: Qingtian

Grundsätzlich findet man Fahrradrikschas eher in kleineren Städten oder in abgelegeneren Stadtteilen. In großen Metropolen oder stark befahrenen Innenstädten wären sie schlicht fehl am Platz. Im dichten Verkehr hätten sie kaum eine Chance mitzuhalten.

Wie ist eine Fahrt mit der Fahrradrikscha?

Die Fahrer warten meist an belebten Orten und hoffen dort auf Kundschaft. Viele Rikschafahrer gehören eher zu den ärmeren Bevölkerungsschichten und versuchen, mit dieser körperlich sehr anstrengenden Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Besonders im Sommer ist das kein leichter Job. Bei Temperaturen um die 40 Grad in der prallen Sonne in die Pedale zu treten, ist wirklich hart.

Ich kenne es aus Qingtian so, dass gerade Auslandschinesen oft Mitleid mit den Fahrern haben und deshalb mehr bezahlen, als ursprünglich verlangt wird. Dadurch sind Rikschafahrten teilweise gar nicht so günstig, wie man vielleicht erwarten würde.

Als Beispiel:
Eine Fahrt mit der Fahrradrikscha kostet in Qingtian etwa 5 Yuan. Eine Busfahrt hingegen kostet nur 1 Yuan und bringt einen oft deutlich weiter. Taxis starten meist bei etwa 10 Yuan. Für den Fahrer ist der Aufwand der Rikschafahrt enorm, für den Fahrgast dagegen sehr bequem.

Man setzt sich hinein, lässt sich fahren, spürt den Wind auf der Haut und kann ganz entspannt die Umgebung beobachten. Im Gegensatz zum Bus wird man außerdem genau dort abgesetzt, wo man hinmöchte.

Manchmal kann die Fahrt aber auch etwas abenteuerlich werden. Wenn sich der Rikschafahrer durch den Verkehr schlängelt oder hier und da ein Auto überholt, kann einem schon kurz mulmig werden. Ein bisschen Nervenkitzel gehört also manchmal dazu.

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4 Kommentare

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elisa 15/09/2013 - 00:42

Hallihallo :)

Oh ja das stelle ich mir auch anstrengend vor!
In Berlin gibt es auch einen Haufen solcher
Fahrradrikscha touren aber ich selbst bin noch
nie mit einer gefahren – geschweige denn weiß ich
was es hier kosten soll ;)

Liebe Grüße, elisa♥

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Ting Ting 16/09/2013 - 08:52

Oh, ich wusste gar nicht, dass es in Berlin auch Rikschas gibt. …Wieder etwas dazu gelernt :D

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Ophelia 15/09/2013 - 17:33

Ich bin auch schon mal Rikscha gefahren und fand es ganz lustig, nur mir tat auch der arme Mann leid, der uns transportieren musste ( obwohl wir ja nun nicht so gewichtig sind).
Wir hatten eine sehr kräftige Dame in unserer Reisegruppe, die ist dann auch alleine in der Rikscha gefahren und trotz alledem hat es der Mann fast nicht geschafft sie zu befördern. Mir taten beide leid.
Liebe Grüße, Ophelia

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Ting Ting 16/09/2013 - 08:56

Ich denke mir dann immer…die möchten ja Geld verdienen, wenn man dann damit fährt, dann können die mindestens etwas verdienen. Wenn ich mir dann aber ansehe, wie die sich abmühen müssen…..
Für die Dame war es wohl auch kein schönes Gefühl, kann ich mir gut vorstellen : /

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