Zurück aus Japan – und plötzlich fühlt sich alles anders an

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 3,8K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Zwei Wochen Japan. Und dann wieder zurück in China.

Man denkt, drei Stunden Flug sind nichts. Aber manchmal reicht genau diese Distanz, um zu merken, wie unterschiedlich sich zwei Länder anfühlen.

Als ich in Shanghai aus dem Flugzeug stieg, traf mich die Luft wie eine Wand. Schwül. Schwer. Heiß. Dieses typische Sommergefühl, bei dem man schon nach drei Minuten draußen das Bedürfnis hat, wieder in einen klimatisierten Raum zu flüchten.

Und genau in diesem Moment wurde mir klar: Japan und China mögen geografisch nah sein, aber im Alltag liegen sie gefühlt weiter auseinander.



Kansai statt Tokio – und trotzdem genug Eindrücke

Wir haben unsere Zeit in der Kansai-Region verbracht: Osaka, Kyoto und Nara. Tokio und Hokkaido mussten wir aus Zeit- und Budgetgründen streichen. Zwei Wochen klingen lang, sind es aber nicht, wenn man wirklich schauen und nicht nur abhaken möchte.

Es war schön. Und anstrengend. So wie Reisen eben ist. Aber vor allem war es anders.



Dinge, die man erst nach zwei Wochen merkt

Am ersten Tag sieht vieles ähnlich aus. Moderne Städte, Bahnen, Menschenmengen. Doch je länger man bleibt, desto mehr Unterschiede spürt man.

In Japan ist es voll – aber leise.
In China ist es voll – und lebendig.

In Japan wird vieles indirekter geregelt.
In China direkter, pragmatischer.

Beides hat seine eigene Logik.



Sommer in Japan vs. Sommer in Ostchina

Ich hatte vor der Reise mehrfach gelesen, man solle im Sommer nicht nach Japan reisen, weil es zu heiß sei.

Ehrlich?
Im Vergleich zu Ostchina empfand ich es fast angenehm.

Ja, mittags war es warm. Aber abends kühlte es spürbar ab. Man konnte draußen sitzen, ohne das Gefühl zu haben, in einer Sauna zu stehen. Zurück in Ningbo: selbst nachts noch 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit.

Vielleicht ist das Gewöhnungssache. Aber für mich war der Unterschied deutlich.



Warum man Unterschiede erst im direkten Vergleich sieht

Manchmal merkt man erst nach der Rückkehr, was man eigentlich erlebt hat.

Japan wirkt organisiert, ruhig, strukturiert.
China wirkt chaotischer, intensiver, unmittelbarer.

Beides hat seinen Reiz. Aber der Kontrast fällt besonders stark auf, wenn man nicht Monate dazwischen hat, sondern direkt von einem Land ins andere wechselt.



Und jetzt?

In den nächsten Wochen werde ich noch mehr über meine Zeit in Japan schreiben, über Orte, Essen und Dinge, die mir im Detail aufgefallen sind.

Aber dieser erste Eindruck nach der Rückkehr war der ehrlichste:
Manchmal braucht es nur einen Flug, um zu merken, wie unterschiedlich sich Alltag anfühlen kann.

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7 Kommentare

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lisa-marion 28/07/2016 - 19:37

Also das Wetter in Schleswig-Holstein ist recht warm und teilweise sehr schwül.
Shanghai ist nun aber eine Metropole mit der schönen Skyline, aber auch Unweltsproblemen.
Freue mich schon auf deinen nächsten Artikele über Japan.
Gruß aus Schleswig-Holstein
Lisa

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Ting Ting 30/07/2016 - 16:40

Ja, die schlechte Luft in China ist manchmal schon sehr…. anstrengend :-/
Ich glaube wenn es hier nicht so extrem schwül wär, wäre der Sommer etwas erträglicher.

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Eva Lu 30/07/2016 - 12:02

In Westdeutschland ist das Wetter diesen Sommer nicht schön, kühl und regnerisch – da hätte ich lieber richtige Sommerhitze. Wobei Schwüle gerade nachts natürlich total nervig ist. Ich freu mich sehr auf die Japan-Berichte!

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Ting Ting 30/07/2016 - 16:28

Ja, das habe ich von meiner Freundin aus Deutschland auch schon gehört^^ Wäre mir persönlich eher lieber, da ich absolut kein Sommermensch bin, lach.
Lass uns tauschen :mrgreen:

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Eva Lu 01/08/2016 - 13:34

Haha, gern – aber nur für ein paar Tage! ^^

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dieter 30/07/2016 - 15:26

hallo ting ting,
schön wieder von dir zu lesen. ich hoffe du beschreibst auch die kulinarischen abenteuer der ting ting in japan. gab es etwa lecker ahornblätter frittiert ? he, he ich denke china- und japanküche sollten doch sehr unterschiedlich sein. bin mir sicher,du hast bestimmt neue inspirationen gefunden. trotz der hitze liebe grüsse.
ach ja, ich habe mich in die pixian verliebt. heute koche ich wieder hui guo rou. dein rezept wird schön langsam berühmt in deutschland.ha, ha

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Ting Ting 30/07/2016 - 16:38

ja aufjeden Fall doch! ;) Habe mich in den zwei Wochen ziemlich durchgefuttert. Werde da noch nach und nach von berichten^^
Für Ahornblätter war es wahrscheinlich noch etwas zu früh *g. Hätte ich aber gerne probiert, falls wir es gefunden hätten.

Na, ich wünsche dir dann guten Hunger :)

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