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Authentisch chinesisch essen in Essen

by Ting Ting

Mein Mann ist kein sonderlicher Fan von der westlichen Küche. So, wenn wir mal keine Lust haben selbst Zuhause zu kochen, gehen wir gerne authentisch chinesisch essen. Aber in Deutschland richtig authentische Restaurants zu finden ist leider gar nicht so einfach. Meistens findet man nur eingedeutschte China Restaurants, die nichts mit der echten chinesischen Küche am Hut haben.
In vielen größeren Städten hat man aber manchmal Glück und findet Restaurants, die typisch chinesisches Essen anbieten. Seit knapp 2 Jahren wohne ich nun wieder in Essen und habe hier schon so fast alle China Restaurants mit meinem Mann abgeklappert. Welche davon wirklich authentische chinesisches Essen anbieten, will ich euch heute vorstellen. 

 

Woran erkennt man auf dem ersten Blick, dass ein China Restaurant authentische chinesisches Essen anbietet?

Fun Fakt am Rande. Was uns immer bei solchen Restaurants als erstes auffällt ist, dass diese Restaurants von fast nur Chinesen besucht werden. Wenn ihr im Lokal also fast nur Chinesen sehen solltet, könnt ihr euch darauf gefasst machen, dass man auch wirklich typisch chinesisches Essen dort bekommen kann.

 

Kantonesische Küche – China Restaurant Jade

Das erste Restaurant welches ich euch vorstelle ist „Jade“ mit seiner kantonesischen Küche. Dieses Restaurant gibt es bestimmt schon mehr als 10 Jahre mit der selben Besitzerin. Als ich das erste mal dort speiste war ich glaube ich noch zarte 17 oder so, lach. Damals hatte ich noch in Hattingen gelebt und wir sind immer extra nach Essen gefahren um mit der Familie in diesem Restaurant mal authentisch chinesisch zu essen.

Das Essen:  Das Jade Restaurant ist nicht 100% authentisch chinesische Küche, sondern eher ein Mix aus authentisch und verdeutscht. Will man wirklich authentisch Essen empfehle ich die Dim Sum Karte. Diese Karte ist auch bebildert (echte Fotos vom Restaurant), so kann man im Voraus sehen, wie das Gericht später ausschaut. Die verdeutschte Karte haben wir ehrlicherweise noch nicht probiert, da wir das nicht mögen.
Was wir wirklich sehr gerne dort essen sind die Knusprigen Seetangrollen mit gebratenem Schweinefleisch und Garnelen (A20). Was uns an Jade aber sehr stört ist, dass wenn man Reis zum Dim Sum haben möchte, extra bezahlen muss. Ganze 1,90€ bezahlt man dort für eine Portion Reis (wohlgemerkt eine winzige Schüssel, was für keinen Erwachsenen Mann reicht). Das hatten wir bisher in keinem anderen Restaurant, dass man für Reis extra zahlen muss. Aber nun ja… ist dann halt so.
Das Ambiente: vom Aussehen hat sich das Restaurant in den 10 Jahren nicht viel verändert. Es ist nicht wirklich modern eingerichtet, eher hat es so ein typisches deutsches China Restaurant Flair. So wie man es halt von den alten China Restaurants in Deutschland gewohnt ist.

Lage: das  Restaurant befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofes, wenn man denn hinteren Ausgang nimmt.

Unser Fazit: wer die kantonesische Küche mag, kann hier im Restaurant einige Leckereien finden und sich durch die Dim Sum Karte probieren. Soweit wir uns in Essen umgeschaut habe, leider auch das einzige Dim Sum Restaurant.

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Nordische Küche – Dong Bei Lou 

Das Dong Bei Lou haben wir letztes Jahr entdeckt und bietet typische Gerichte aus dem Norden Chinas an.  Der erste Blick auf die Speisekarte verspricht sehr viel (vor allem viele traditionelle Gerichte). So waren wir sehr gespannt, wie es dort wirklich schmecken würde.

Das Essen: Probiert haben wir die geschmorte Haxe (mehrmals), Guo Bao Rou (Gebratenes Schweinefleisch mit Mais paniert, süß-sauer), Lammfleischspieße, Song Shu Yu (Gebratener Fisch im Teigmantel), knusprige Ente und Jiang Zhu Ti. 

Geschmacklich haben uns der Fisch und das Guo Bao Rou nicht wirklich überzeugt. Beim Fisch haben die irgendeinen anderen Fisch genommen, was nicht typisch für das Gericht war. Und das Guo Bao Rou hat irgendwie nach nichts geschmeckt. Die Ente war auch nur so lala, da hatte ich schon bessere.

Die Schweinehaxe und die Pfoten waren von der Konsistenz her Super. Die Sauce jedoch etwas langweilig, aber ok. Das größte Manko ist aber, dass das Essen nur Lauwarm war. Beim ersten mal dachten wir uns, nun ja, kann ja mal passieren. Aber als es beim zweiten und dritten mal immer noch nur Lauwarm war, wussten wir, dass das kein Zufall ist. 
Ich vermute mal, dass sie das Essen vorher vorbereiten und dann einfrieren. Und beim Aufwärmen die Zeit zu kurz berechnet haben (trotz langer Wartezeit). Und egal wie gut das Essen sein mag, wenn es nur lauwarm serviert ist, schmeckt es einfach nicht. Und jedes mal den Kellner zu rufen, um das Essen aufzuwärmen ist einfach lästig.

Die Lage: das Restaurant befindet sich in Rüttenscheid, versteckt in einer Gasse. Wir sind schon des Öfteren vorbei gelaufen an der Straße, haben das Restaurant aber nie entdeckt. Erst nach einer Internetrecherche wurden wir darauf aufmerksam. Man muss also etwas Ausschau halten, wenn man das Restaurant finden möchte.

Unser Fazit: Wir geben (fast) jedes Restaurant mehrere Chancen, weil man beim ersten Mal evtl. einfach ein falsches Gericht erwischt hat oder der Koch nicht seinen vollen Glanz gezeigt hat? Jedoch hat uns das Dong Bei Lou bei jedem Besuch nicht wirklich überzeugen können. Ja, es wird authentisches Essen angeboten, aber vom Geschmack her ist das Restaurant leider unserer Meinung nach kein Hit. Bei der Schweinshaxe  kann man nochmal drüber reden, wenn es denn mal wirklich auf Anhieb heiß serviert wird. Denn lauwarmes Essen ist leider ein No-Go, dafür, dass man A la Karte isst und nicht vom Buffet.
Aber über den Geschmack lässt sich ja bekannterweise nicht Streiten. Vielleicht schmeckt das dem anderen mehr, als uns. 

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Chinesisches Hot Pot – Shabu Shabu

Bei Shabu Shabu kann man a la Karte essen (untere Ebene) oder sich für das Hot Pot Buffet (obere Etage) entscheiden. Das Buffet kostet 18,90 pro Person und beinhaltet auch alkoholfreie Getränke + Bier.
Für alle, die nicht wissen was Hot Pot ist. Hot Pot ist eine Art Fondue. In der Mitte steht ein Topf mit einer oder zwei Brühen (meistens eine scharfe und eine neutrale Brühe) auf einem Gasbrenner. Und in dieser Brühe werden dann rohe Zutaten gar gekocht und am Tisch verzehrt. 


Entscheidet man sich für das Buffet muss man auf die obere Etage gehen und bekommt eine Speisekarte in die Hand gedrückt. Auf dieser Karte sind verschiedene Zutaten und Brühen zu sehen, die es beim Hot Pot Buffet zu bestellen gibt. Mit einem Stift kreuzt man dann einfach die verschiedenen Zutaten an, die man essen möchte. Nach einer weile werden dann diese Zutaten mit dem Hot Pot an den Tisch gebracht. Da es sich um ein Buffet handelt, kann man natürlich die Zutaten auch so oft nachbestellen, wie man möchte. 

Während man auf den Feuertopf wartet kann man sich nebenbei an einer Theke die Sauce selber zusammen mixen und etwas von den Vorspeisen sich nehmen (nicht sonderlich viel Auswahl). 

Das Essen: beim Hot Pot kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Man benötigt lediglich eine gute Brühe für den guten Geschmack und gute Saucen. Geschmacklich her hat es uns dort gut gefallen. Nur war die Auswahl an Zutaten nicht sonderlich vielfältig. Aber für 18,90€ pro Person passt das ganze schon. 

Der angepriesene Nachtisch Buffet ist aber ein Witz. Wenn man keinen Nachtisch anbietet, sollte man meiner Meinung nach auch nicht damit werben. Beim ersten mal fanden wir nur einige Wassermelonenstücke vor und bei einem anderen Mal gab es gar keinen Nachtisch. Aber da wie nach dem Hot Pot sowieso schon so dermaßen voll waren, war es für uns kein Problem. Für Nachspeisen Liebhaber wird das „Dessert Buffet“ aber eher enttäuschend sein. 

Das Ambiente: das Ambiente in diesem Lokal ist sehr schlicht.