Dampfgaren ist eine der ältesten Zubereitungsmethoden der chinesischen Küche. Viele klassische Gerichte wie Baozi oder Dim Sum werden traditionell gedämpft, weil diese Methode besonders schonend ist und Geschmack, Konsistenz und Feuchtigkeit der Speisen erhält.
Beim drucklosen Dampfgaren werden Lebensmittel über kochendem Wasser platziert. Der aufsteigende Wasserdampf umschließt die Zutaten und gart sie gleichmäßig, ohne sie auszutrocknen oder auszukochen. Diese Technik ist in China seit Jahrhunderten verbreitet und wird bis heute in vielen Haushalten und Restaurants genutzt.
Traditionell verwendet man dafür Bambus-Dampfgarer oder einfache Metalleinsätze im Wok oder Topf. Daneben gibt es auch Dampfgarer aus Edelstahl, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren und besonders langlebig sowie pflegeleicht sind.
Heutzutage gibt es außerdem eine weitere Option: elektrische Dampfgarer. Diese Geräte erzeugen automatisch Wasserdampf und garen Lebensmittel ähnlich wie klassische Dämpfer.
Im folgenden Artikel stelle ich die verschiedenen Möglichkeiten zum Dampfgaren vor und erkläre die Unterschiede zwischen Bambus-, Edelstahl- und elektrischen Dampfgarern.
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Was ist chinesisches Dampfgaren?
Beim chinesischen Dampfgaren werden Lebensmittel in einem Korb oder Einsatz über einem Topf mit kochendem Wasser platziert. Der entstehende Dampf steigt nach oben und gart die Speisen sanft.
Der große Vorteil dieser Methode ist, dass die Zutaten nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommen. Dadurch bleiben Geschmack, Nährstoffe und Textur besser erhalten als bei vielen anderen Kochmethoden.
Gedämpft werden in der chinesischen Küche unter anderem:
• Baozi (gefüllte Hefeteigtaschen)
• Mantou (gedämpfte Brötchen)
• Dim Sum
• gedämpfter Fisch
• Eiergerichte
• Gemüse
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Dampfgaren mit dem Bambus-Dampfgarer
Der Bambus-Dampfgarer ist die traditionelle Variante, die man häufig in chinesischen Restaurants sieht. Besonders bei Dim Sum gehört der Bambuskorb zum typischen Bild.
Der Dämpfer wird auf einen Wok oder Topf gestellt, der etwas größer sein sollte als der Dampfkorb. Wichtig ist, dass das Wasser nicht direkt den Boden des Korbs berührt. Nur der aufsteigende Dampf soll die Speisen garen.
Bambusdämpfer bestehen meist aus mehreren stapelbaren Ebenen. Dadurch können verschiedene Speisen gleichzeitig gegart werden. Zum Beispiel können unten Baozi und darüber Gemüse oder Dumplings liegen.
Damit nichts am Boden kleben bleibt, legt man häufig eine Unterlage in den Korb, zum Beispiel Kohlblätter, Salatblätter, Backpapier oder ein dünnes Baumwolltuch.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Bambuskorb gleichzeitig als Serviergefäß genutzt werden kann. Gerade bei Dim Sum werden die Körbe oft direkt auf den Tisch gestellt.
Der größte Nachteil liegt jedoch in der Pflege. Bambus nimmt leicht Gerüche auf. Wer stark aromatische Speisen darin dämpft, kann diese Aromen später wieder wahrnehmen. Außerdem darf der Dämpfer nicht in die Spülmaschine und muss nach der Reinigung vollständig trocknen.
Dampfgaren mit dem Edelstahl-Dampfgarer
Der Edelstahl-Dampfgarer ist eine moderne Alternative zum traditionellen Bambuskorb. Er funktioniert nach demselben Prinzip, ist jedoch meist einfacher zu handhaben.
Viele Edelstahl-Dämpfer bestehen aus einem Topf mit mehreren Einsätzen. Dadurch benötigt man kein zusätzliches Kochgeschirr.
Ein großer Vorteil ist die einfache Reinigung. Edelstahl nimmt keine Gerüche auf und kann problemlos gespült werden. Außerdem ist das Material sehr langlebig.
Ich nutze den Edelstahl-Dämpfer häufig, um Speisen vom Vortag schonend aufzuwärmen. Auch Gemüse oder Fisch lassen sich darin sehr einfach dämpfen.
Wichtig ist lediglich darauf zu achten, dass Teller oder Schüsseln, die mitgedämpft werden, hitzebeständig sind. Andernfalls kann das Geschirr im heißen Dampf beschädigt werden.
Persönlich bevorzuge ich Edelstahl-Dampfgarer. Sie sind langlebig, leicht zu reinigen und benötigen kein zusätzliches Küchengerät. Für den täglichen Gebrauch ist der Edelstahl-Dampfgarer daher oft die praktischere Lösung.
Bambus oder Edelstahl – welcher Dampfgarer ist besser?
Bambus- und Edelstahl-Dampfgarer funktionieren nach dem gleichen Prinzip, unterscheiden sich jedoch in Pflege, Haltbarkeit und Handhabung.
| Eigenschaft | Bambus-Dampfgarer | Edelstahl-Dampfgarer |
|---|---|---|
| Tradition | sehr traditionell in der chinesischen Küche | moderne Alternative |
| Geschmack | leichte natürliche Bambusnote möglich | neutral |
| Reinigung | aufwendiger, nicht spülmaschinengeeignet | sehr leicht zu reinigen |
| Geruchsaufnahme | nimmt Aromen auf | nimmt keine Gerüche an |
| Servieren | ideal zum Servieren | weniger dekorativ |
| Alltagstauglichkeit | etwas empfindlicher | sehr robust |
Viele Hobbyköche nutzen heute Edelstahl, während Bambus vor allem wegen der traditionellen Atmosphäre beliebt ist.
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Elektrischer Dampfgarer
Neben Bambus- und Edelstahl-Dämpfern gibt es heute auch elektrische Dampfgarer. Diese Geräte besitzen einen integrierten Wasserbehälter, der erhitzt wird und automatisch Dampf erzeugt.
Viele Modelle verfügen über Timer, automatische Abschaltung und Programme für verschiedene Lebensmittel. Dadurch lässt sich der Garvorgang relativ einfach steuern.
Meiner Meinung nach sind elektrische Dampfgarer nicht unbedingt notwendig. Ich habe vor kurzem eines geschenkt bekommen und es liegt bei mir im Lagerraum, da sie schwerer zu reinigen sind und zusätzlichen Platz in der Küche einnehmen. Außerdem können sie irgendwann kaputtgehen, sodass man das gesamte Gerät ersetzen muss.
Ein einfacher Edelstahl-Dampfgarer ist dagegen sehr langlebig und kann problemlos viele Jahre verwendet werden.
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Dampfgaren ohne Bambus- oder Edelstahl-Dämpfer
Auch ohne speziellen Dampfgarer lässt sich diese Kochmethode zu Hause anwenden.
Ein einfacher Dampfeinsatz für den Topf erfüllt denselben Zweck. Diese Einsätze bestehen meist aus Metall und können in verschiedene Topfgrößen eingesetzt werden.
Mit einem passenden Deckel funktioniert diese Methode überraschend gut. Gerade wenn man Dampfgaren erst einmal ausprobieren möchte, ist das eine praktische Lösung.
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Meine Empfehlung für den Einstieg
Wenn du chinesisches Dampfgaren zum ersten Mal ausprobieren möchtest, brauchst du kein kompliziertes Equipment. In den meisten Fällen reicht ein klassischer Dämpfer völlig aus.
Wenn du authentische chinesische Gerichte wie Dim Sum oder Baozi zubereiten möchtest, würde ich einen Bambus-Dampfgarer empfehlen. Diese Körbe werden auch in vielen Restaurants verwendet.
→ Bambus-Dampfgarer ansehen
Wenn dir dagegen Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit wichtiger sind, ist Edelstahl oft praktischer. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: einen Edelstahl-Dampfeinsatz für einen vorhandenen Topf oder einen Edelstahl-Dampfgarer mit mehreren Ebenen als eigenständiges Kochgeschirr.
→ Edelstahl-Dampfeinsatz ansehen
→ Edelstahl-Dampfgarer ansehen
Elektrische Dampfgarer sind meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig. Sie nehmen zusätzlichen Platz in der Küche ein und können irgendwann kaputtgehen. Für die meisten Gerichte reicht ein klassischer Bambus- oder Edelstahl-Dämpfer vollkommen aus.
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Tipps für das Dampfgaren
Beim Dampfgaren gibt es ein paar einfache Tricks, die das Ergebnis deutlich verbessern.
Wichtig ist, dass das Wasser im Topf immer leicht kocht, damit genügend Dampf entsteht. Gleichzeitig darf das Wasser aber nicht den Boden des Dämpfers berühren.
Außerdem sollte der Deckel möglichst selten geöffnet werden. Jedes Öffnen lässt Dampf entweichen und verlängert die Garzeit.
Bei Bambus-Dämpfern empfiehlt es sich außerdem, den Korb nach dem Waschen gut trocknen zu lassen, damit sich kein Schimmel bildet.
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Häufige Fragen zum Dampfgaren
Muss man einen Bambus-Dampfgarer vor dem ersten Gebrauch einweichen?
Viele Bambus-Dämpfer sollten vor der ersten Nutzung kurz in warmem Wasser eingeweicht werden. Dadurch wird das Material geschmeidiger und nimmt weniger Gerüche auf.
Kann ein Bambus-Dampfgarer schimmeln?
Ja, wenn er nach der Reinigung nicht richtig trocknet. Deshalb sollte der Dämpfer immer an einem gut belüfteten Ort trocknen.
Kann man einen Bambus-Dämpfer auf einen normalen Topf stellen?
Ja. Der Topf muss lediglich einen etwas größeren Durchmesser haben als der Dämpfer.
Welche Gerichte werden typischerweise gedämpft?
Typische chinesische Dampfgerichte sind Baozi, Mantou, Dim Sum, Fisch, Gemüse und verschiedene Eiergerichte.
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Fazit
Chinesisch dampfgaren ist eine gesunde und vielseitige Kochmethode, die sich auch zu Hause leicht umsetzen lässt.
Der Bambus-Dampfgarer überzeugt durch seine traditionelle Nutzung und die authentische Präsentation von Gerichten. Edelstahl-Dampfgarer sind dagegen besonders langlebig, hygienisch und praktisch im Alltag.
Elektrische Geräte können zwar zusätzlichen Komfort bieten, sind für diese Kochtechnik jedoch nicht unbedingt notwendig. Ein guter Bambus- oder Edelstahl-Dämpfer reicht völlig aus, um viele klassische chinesische Gerichte zuzubereiten.
Falls du dich interssiert welche anderen Geräte in der chinesischen Küche noch verwendet werden, dann könnte dir auch mein Beitrag über die chinesischen Küchenutensilien gefallen.

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12 Kommentare
Hallo,
Wenn der Topf größer sein soll, als der Bambusgarer, wie verhindert man dann, dass er im Wasser steht?
Hallo Melanie,
in China nutzt man meistens einen Wok, da hat man das Problem nicht, weil es unten ja schmaler wird.
Wenn du keinen Topf hast, wo der Dämpfer genau drauf passt, kannst du am Topfboden irgendetwas hinein legen, z.B. wenn der Topf groß genug ist, einige Stäbchen übereinander stapeln und dann den Bambuskorb darauf geben. Aber es ist nicht ganz so schlimm, wenn der untere Teil des Bambus Dämpfers etwas im Wasser steht. Du solltest nur aufpassen, dass das Wasser nicht so hoch ist, dass auch das Gitter nass wird. Du möchtest das Essen ja Dampfgaren und nicht im Wasserbad kochen ^^
Hallo Ting Ting, wie kann ich Reis salzen, wenn ich ihn in einem Bambusdämpfer zubereite? Erfolgt das nach dem dämpfen?
Hallo Steffi,
meinst du normalen weißen Reis als Beilage? Der wird in China nicht gesalzen. Und möchtest du den Reis roh darin gar kochen? Damit kenne ich mich leider nicht aus :( Meistens wird heutzutage Reis in China mit dem Reiskocher gekocht. Habe es nie mit einem Bambusdämpfer probiert..
Erstmal Danke für die Antwort, Ting Ting.
Du hast recht, Salz an Reis ist bei einer gut gewürzten Soße unötig.
Bisher habe ich immer die Quellreismethode angewandt, da sich ein Reiskocher nicht wirklich für mich lohnt.
In einem bekannten Online-Shop, der auf Reis spezialisiert ist, bin ich auf den Bambusdämpfer gestoßen und da wird diese Art zu Garen ebenso empfohlen.
Und ja, dass funktioniert tatsächlich mit diversen Reissorten, wie zB Jasmin und Basmati. Sogar Couscous und Bulgur.
Reis waschen, einweichen und ab in den Bambusdämpfer. Je länger der Reis einweicht umso kürzer der Garvorgang. Der Reis ist danach locker, leicht trocken und minimal klebrig, was ich super finde als Beilage oder auch für Salat. Ich bin jetzt verwundert, weil die Seite erwähnt ,dass es gar nicht so untypisch im asiatischen Raum ist. Aber gut, Asien ist groß^^. Probier es doch mal aus :D
Ich glaube ich weiß, welchen „bekannten Online Shop“ du meinst :) Habe es dort auch gelesen, nachdem du es erwähnt hast.
Ja, Asien ist riesig. Es gibt sehr viele verschiedene Varianten, wie Reis gern gegessen wird. Manche mögen es trocken, manche es etwas matschig oder klebrig, etc und sicherlich gibt es bei den Zubereitungsweisen auch Unterschiede.
Vielleicht probiere ich es auch mal aus und schaue dann, ob der Reis anders schmeckt, als im Reiskocher. Wäre nur für mich mehr Aufwand im Bambusdämpfer, da man den Reis noch bis zu 4 Stunden einweichen muss ^^“ Auf den Reiskocher könnte ich persönlich nicht verzichten, lach. Da kann ich den Reis einfach köcheln lassen und brauche mich um nichts kümmern :mrgreen:
zwölf Stunden, weiche ich den Reis ein, liebe Ting Ting, dann hat der Reis genügend Wasser aufgenommen, daß er leicht gart, ohne zu matschen;
Reis auf Kohl- oder Bananenblatt in der untersten Dampfgarebene, darüber die Teigwaren (BaoZi, DimSum) und Gemüse nach Gardauer – perfekt…
Hallo Severus,
vielen Dank für die Info :)
Ist ja spannend. Ich habe einen Dampfgarer, aber er steht wirklich nur in der Ecke. Den Bambus – Garer hab ich auch, aber er fungiert bei mir nur zur Deko in meinem Esszimmer. In ihm ist chinesisches Essen aus Porzellan :-)
Liebste Grüße,
Sarah
http://www.vintage-diary.com
Hallo Ting Ting,
wenn ich mir Deine Fotos so anschaue, dann hast Du die Bambusdämpfer weder mit Tuch, noch mit Kohl oder Backpapier sondern mit so feinen Gitter Dingern ausgelegt. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es da so Silicon Teile gibt, die man nacher auch in den Geschirrspüler tun kann. Sind das die Dinger, die wir da auf dem Foto sehen?
Falls ja hätte ich mal ein paar Fragen. Sind die wirklich spülmaschinenfest? Wie lange halten die? Wo kauft man die am günstigsten? Werden die nur in Bambus oder auch in Edelstahldämpfern verwendet?
Hallo Andreas,
ich habe in China feine Tücher genommen, habe sie jedoch nicht nach Deutschland mitgebracht. In Deutschland verwende ich von daher immer Backpapier als Alternative. Die Tücher sehen wie auf folgendem Link aus: https://detail.tmall.com/item.htm?spm=a230r.1.14.280.77a31265eVmtvA&id=608094407653&ns=1&abbucket=6
Die Silikon Variante habe ich noch nicht getestet, habe damit von daher leider keine Erfahrung :(
Ein super Artikel, Danke. Ich habe ihn auf FB geteilt und etliche Likes bekommen :
).