⛩ Fushimi Inari Schrein – Japan Reisebericht

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 6,3K Aufrufe 4 Minuten Lesezeit

Der berühmte Fushimi Inari Taisha gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Wenn man an diesen Schrein denkt, kommen einem sofort die tausenden leuchtend orangenen Torii-Tore in den Sinn.

Diese Tore stehen sehr dicht nebeneinander und bilden lange Tunnel, die sich den Berg hinaufziehen. Der Weg führt durch einen Wald bis zum heiligen Mount Inari, der hinter dem Schrein liegt. Genau diese Torii-Tunnel machen den Schrein zu einem der meistfotografierten Orte in ganz Japan.

Viele Besucher kennen den Ort bereits aus Filmen, Anime oder Reisebildern. In Wirklichkeit wirkt die Anlage aber noch beeindruckender, weil sich die Torii-Tunnel über mehrere Kilometer den Berg hinaufziehen.

Insgesamt soll es rund 10.000 Torii-Tore geben, die sich über den gesamten Berg verteilen.  

Warum es so viele Torii-Tore gibt

Die Tore sind nicht einfach nur Dekoration. Jedes einzelne Tor wurde von Unternehmen, Organisationen oder Privatpersonen gespendet. Diese Spenden sind eine Art Dank für wirtschaftlichen Erfolg oder eine Bitte um Glück und Wohlstand in der Zukunft.

Auf der Rückseite jedes Tores steht deshalb der Name des Spenders sowie das Datum der Spende.

Die Preise für solche Tore sind nicht gerade niedrig:
    •    kleinere Tore kosten etwa 400.000 Yen
    •    große Tore können über 1.000.000 Yen (ca. 9.000 €) kosten  



Die Geschichte des Schreins

Der Schrein ist der Gottheit Inari gewidmet. Inari gilt im Shintoismus als Gottheit des Reises, der Landwirtschaft und des Wohlstands. Später wurde Inari auch zum Schutzpatron von Händlern und Unternehmen.  

Deshalb sieht man im gesamten Schrein auch viele Fuchsstatuen. Füchse gelten als Boten der Gottheit Inari und sind eines der wichtigsten Symbole des Schreins.

Viele dieser Statuen tragen:
    •    eine Schriftrolle
    •    einen Schlüssel zu den Reisspeichern
    •    oder ein Wunschjuwel

Oft tragen sie auch rote Lätzchen. Die Farbe Rot gilt in Japan traditionell als Schutz vor bösen Geistern.

Unser Besuch beim Fushimi Inari Schrein

Dieses Mal sind wir bewusst sehr früh morgens losgegangen, weil wir das große Gedränge am Nachmittag vermeiden wollten.

Ein großer Vorteil dieses Schreins ist, dass er rund um die Uhr geöffnet ist und keinen Eintritt kostet.
Wir sind kurz vor 7:00 Uhr morgens angekommen – und das frühe Aufstehen hat sich wirklich gelohnt.

Bis auf einige wenige Wanderer war es noch sehr ruhig. Dadurch hatten wir viele Möglichkeiten, Fotos zu machen, ohne dass hunderte Touristen mit im Bild stehen.

Von unserem Gasthaus in Shinomiya haben wir ungefähr 40 Minuten bis zum Schrein gebraucht.


Der Weg durch die Torii-Tunnel

Der berühmte Weg durch die Torii-Tunnel führt mehrere Kilometer den Berg hinauf. Der komplette Rundweg über den Berg dauert ungefähr 2 bis 3 Stunden, wenn man bis ganz nach oben läuft. Die Strecke ist etwa 4 bis 5 Kilometer lang und besteht hauptsächlich aus Treppen.  

Wir haben den Berg allerdings nicht komplett bestiegen. Da ich vorher gelesen hatte, dass viele Abschnitte des Weges relativ ähnlich aussehen, sind wir einfach so weit gelaufen, wie wir gerade Lust hatten.

Schon nach kurzer Zeit bekommt man einen sehr guten Eindruck von den berühmten Torii-Tunneln.

Aussichtspunkt auf dem Berg

Nach etwa 30 bis 45 Minuten Aufstieg erreicht man eine Kreuzung namens Yotsutsuji.

Von dort hat man eine schöne Aussicht über Kyoto. Viele Besucher drehen hier wieder um, da sich die Wege weiter oben kaum noch verändern.  


Atmosphäre am Schrein

Von allen Tempeln und Schreinen auf unserer Japanreise hat mich dieser Ort wahrscheinlich am meisten beeindruckt. Die Atmosphäre war wirklich wunderschön.

Es war ruhig und man konnte die Natur rund um den Berg genießen. Besonders auffällig waren die vielen Zikaden, die überall im Wald zu hören waren.

Vielleicht lag diese besondere Stimmung auch daran, dass wir so früh am Morgen dort waren.
Aber wahrscheinlich auch daran, dass der Schrein mitten in der Natur liegt und sich der Weg durch den Wald zieht.


Beste Besuchszeit

Der Schrein gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Kyoto und kann deshalb besonders tagsüber sehr voll werden.

Die beste Zeit für einen Besuch ist deshalb:
    •    früh morgens (6–8 Uhr)
    •    spät am Abend

Ab etwa 9–10 Uhr morgens wird es meist deutlich voller.  

Anreise zum Fushimi Inari Schrein

Der Schrein ist sehr einfach zu erreichen. Die JR Inari Station liegt direkt am Eingang des Schreins.
Von Kyoto Station dauert die Fahrt mit der JR Nara Line nur etwa 5 Minuten.  

Alternativ kann man auch zur Fushimi Inari Station der Keihan-Bahn fahren und etwa fünf Minuten laufen.


Öffnungszeiten & Eintritt

Ein weiterer Vorteil dieses Schreins:
    •    Eintritt: kostenlos
    •    Öffnungszeiten: 24 Stunden geöffnet

Man kann den Schrein also jederzeit besuchen.


Mein Fazit

Der Fushimi Inari Taisha war für mich eines der Highlights unserer gesamten Japanreise. Die tausenden Torii-Tore, die sich durch den Wald den Berg hinaufziehen, schaffen eine Atmosphäre, die man so kaum irgendwo anders findet.

Besonders früh am Morgen wirkt dieser Ort fast magisch. Wenn man Kyoto besucht, sollte der Fushimi Inari Schrein definitiv auf der Liste stehen.

Planst du gerade auch deine Japan Reise? Dann schau gerne bei meinen Japan Reisetipps vorbei oder meinen Artikel speziell über die Stadt Kyoto

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2 Kommentare

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Tina 23/09/2018 - 15:54

Ich träume schon so lange davon Japan und insbesondere diesen wundervollen Ort zu besuchen! Vielleicht kann ich ihn eines Tages mit eigenen Augen sehen. Auf jeden Fall werde ich die nächsten Stunden auf deinem Blog verbringen, den ich liebe alles über China und Japan ?
LG
Tina

Antworten
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Ting Ting 24/09/2018 - 23:11

Hallo Tina,
das freut mich zu lesen :)
Ja, ein Besuch im Fushimi Inari Schrein lohnt sich meiner Meinung auf jeden Fall. Ich würde auf jeden Fall früh am Morgen hingehen, wenn noch nicht so viele Touristen da sind. Dann kann man diesen idyllischen Ort noch mehr genießen ^^

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