Limettenchips aus China – ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und ein Selbstversuch

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 7,5K Aufrufe 3 Minuten Lesezeit

Geht man in Deutschland durch die Chipsregale, findet man meist immer die gleichen Geschmacksrichtungen: Paprika, BBQ, Käse oder einfach Salz. In China sehen diese Regale ganz anders aus. Dort sind Sorten wie Gurke, Tomate, Bohnen, Limette oder sogar Tintenfisch völlig normal. 

Vor einiger Zeit habe ich ein Bild von Limetten Chips auf Instagram geteilt gehabt, weil diese Geschmacksrichtung neben den Bohnen Chips und Gurken Chips einer meiner Lieblings Geschmacksrichtungen in China sind. 

Daraufhin hat mich Henrik von Fernweh-Koch angeschrieben und vorgeschlagen, daraus eine kleine Challenge zu machen. Da es solche Chips in Deutschland kaum gibt, wollten wir ausprobieren, ob man sie selbst zu Hause nachmachen kann. Sein Ergebnis könnt ihr auf seiner Seite nachlesen. Bei mir hat es etwas länger gedauert, bis ich dazu gekommen bin. Bei sommerlicher Hitze hatte ich ehrlich gesagt wenig Lust, Kartoffelchips zu frittieren. Erst als es etwas kühler wurde, habe ich den Versuch nachgeholt.

Limettenchips selbst machen

Die größte Herausforderung für mich war es, den Limettengeschmack wirklich deutlich herauszuholen. Chips werden normalerweise nach dem Frittieren einfach gesalzen oder mit Pulver bestreut. Henrik hat dafür Limettenschale verwendet. Ich wollte aber versuchen, den Saft mit einzubauen, weil die Chips in China für mich immer diesen frischen, leicht süß-säuerlichen Nachgeschmack hatten.

Die Chips direkt mit Saft zu beträufeln funktioniert natürlich nicht, sie würden sofort weich werden. Deshalb habe ich den Limettensaft in eine kleine Sprühflasche gefüllt und die fertigen Chips nur ganz leicht damit besprüht. Limettenchips in China schmecken für mich nicht einfach süß, sondern süß-salzig. Dieses Zusammenspiel aus Zucker, Salz und Säure macht sie so besonders. Deshalb habe ich sie nicht klassisch stark gesalzen, sondern nur leicht gesalzen und mit etwas Zucker ergänzt.

Zutaten und Zubereitung für die Limetten Chips

    •    2–3 festkochende Kartoffeln
    •    1 Limette
    •    Puderzucker oder feiner Kristallzucker
    •    eine kleine Prise Salz
    •    Öl zum Frittieren

Die Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Mit einer Küchenreibe oder einem Gemüsehobel geht das am gleichmäßigsten, alternativ funktioniert es auch mit dem Messer, dauert aber etwas länger.

Die Kartoffelscheiben in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben und mehrmals gründlich waschen. So wird überschüssige Stärke entfernt und die Chips werden später knuspriger.

Anschließend die Kartoffelscheiben abgießen und in eine saubere Schüssel geben. Den Saft einer halben Limette sowie eine kleine Prise Salz hinzufügen und alles vorsichtig vermengen. Dieser Schritt sorgt für ein leichtes Grundaroma, nicht für intensive Säure. Die Kartoffeln etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Danach die Scheiben sehr gründlich trocknen. Sie sollten vor dem Frittieren wirklich trocken sein, sonst spritzt das Öl stark.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Kartoffelscheiben portionsweise hineingeben und langsam frittieren, bis sie leicht goldbraun sind. Anschließend herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Die Chips haben nun bereits ein leichtes Limettenaroma. Um den frischen Geschmack stärker hervorzuholen, den restlichen Limettensaft in eine Sprühflasche füllen und die Chips ganz leicht besprühen. Zum Schluss nach Geschmack mit Puderzucker oder feinem Zucker bestreuen. 

Fazit

Geschmacklich sind meine Chips nicht identisch mit den Limettenchips aus China. Es sind also eher meine eigene Version davon geworden. Trotzdem sind sie sehr erfrischend, leicht süß-säuerlich und überraschend anders als klassische Kartoffelchips. Süße Chips klingen vielleicht erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber ich war schon nach dem ersten Bissen überzeugt. Eigentlich schade, dass es diese Sorte in Deutschland kaum zu kaufen gibt.

Limetten Chips – Rezept zum Ausdrucken

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ZUTATEN

Zutaten
2–3 festkochende Kartoffeln
1 Limette
Puderzucker oder feiner Zucker
kleine Prise Salz
Öl zum Frittieren
Optional
Gemüsehobel oder Reibe
Sprühflasche für Limettensaft

ZUBEREITUNG

  1. Kartoffeln schälen und sehr dünn hobeln.
  2. Scheiben mehrfach in kaltem Wasser waschen, dann gut abtropfen lassen.
  3. Kartoffeln mit Saft von ½ Limette und einer Prise Salz mischen, 30 Minuten ziehen lassen.
  4. Scheiben sehr gründlich trocknen.
  5. Öl erhitzen und Kartoffeln portionsweise goldgelb frittieren.
  6. Chips abtropfen lassen.
  7. Restlichen Limettensaft fein aufsprühen und leicht mit Zucker bestreuen.

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2 Kommentare

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dieter 18/08/2018 - 19:25

hallo ting ting,
deutschland holt auf, lach. gehe heute bei netto an den chips vorbei, normalerweise schau ich gar nicht hin. linsen, wirsing und grünkohlgeschmack. ich glaubs ja nicht, was wird da wohl noch erfunden.
habe leider keine lemonchips gesehen, aber gurke, tomate usw. kannst du hier bestellen.
https://www.ugou.de/catalogsearch/result/?q=chips
wegen der pekingente bin ich deiner empfehlung gefolgt. die mach ich erst im herbst. bei der kommt es doch vorwiegend aud die haut an, oder ? mein plan, werde die ente komplett entbeinen für meine geflügelcasserole mit gitter. da liegt die ente dann flach auf wie eine flunder und die haut kann gleichmässig bräunen. habe ja leider nur ein normales backrohr.
lg, dieter

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Ting Ting 19/08/2018 - 19:04

Hallo Dieter,
Linsen, Wirsing und Grünkohl? Das klingt wirklich auch sehr exotisch, lach. Solche Geschmacksrichtungen habe ich in meinem Supermarkt nebenan noch nicht gefunden. Sollte ich sie mal sehen, muss ich sie mal probieren. So richtig vorstellen kann ich mir es momentan nicht. Aber Gurke klingt beim ersten Hinhören ja auch nicht wirklich berauschend :D

Ja, das leckerste an der Peking Ente ist die hauchzarte und knusprige Haut. Leider sehr schwer sie perfekt Zuhause selbst nachzumachen :-/

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