Takoyaki in Osaka – Japans berühmter Streetfood-Snack

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 5,8K Aufrufe 3 Minuten Lesezeit

Takoyaki (たこ焼き) ist eine typisch japanische Spezialität, die ursprünglich aus Osaka stammt. Bei unserem Besuch in Osaka wollten wir uns diese lokale Spezialität natürlich nicht entgehen lassen.

Takoyaki sind kleine Teigbällchen mit einer Oktopusfüllung. Man isst diese Bällchen meistens als schnellen Snack. Häufig bekommt man sie an kleinen Streetfood-Ständen oder Imbissen. Takoyaki-Stände entdeckt man in Japan eigentlich ziemlich leicht – entweder an den typischen Brateisen mit den vielen runden Vertiefungen oder an großen Schildern mit Oktopussen, die außen am Stand hängen.

Besonders viele Takoyaki-Stände findet man in Osaka in bekannten Vierteln wie Dotonbori, Namba oder Shinsekai, wo sich zahlreiche Streetfood-Stände aneinanderreihen.

Takoyaki – Die Zubereitung

Takoyaki werden in speziellen Brateisen mit einer Reihe von runden Vertiefungen zubereitet. Wenn du einmal an einem Takoyaki-Stand vorbeikommst, lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und zuzuschauen. Die Herstellung ist wirklich faszinierend.

Die Takoyaki-Köche arbeiten mit viel Fingergefühl und vor allem unglaublich schnell.

Zuerst wird ein flüssiges Teiggemisch in die runden Formen gegossen. Anschließend bekommt jedes Bällchen ein Stück Oktopus sowie etwas Ingwer und Frühlingszwiebeln.

Sobald die Unterseite der Kugeln fest geworden ist, drehen die Verkäufer die Bällchen mit dünnen Spießen weiter. Dabei läuft der noch flüssige Teig nach unten und bildet die zweite Hälfte der runden Form.



Takoyaki-Sauce und Toppings

Wenn die Oktopus-Bällchen fertig sind, werden sie mit einer speziellen Takoyaki-Sauce und japanischer Mayonnaise übergossen.

Anschließend werden sie mit Aonori, einem getrockneten grünen Seetang, und Katsuobushi bestreut. Katsuobushi sind hauchdünne Flocken aus getrocknetem Bonito-Fisch, die sich durch die Hitze der Takoyaki leicht bewegen, ein ziemlich typischer Anblick bei diesem Gericht.

Das ist die klassische Variante der Takoyaki. Inzwischen gibt es aber auch viele andere Versionen, zum Beispiel mit Käse oder extra Sauce.

Wenn du Takoyaki einmal selbst ausprobieren möchtest, ohne nach Japan zu fliegen, findest du im Internet auch verschiedene Rezepte. Alternativ lohnt sich ein Besuch beim Japantag in Düsseldorf, wo manchmal ebenfalls Takoyaki-Stände zu finden sind.



Und wie schmecken Takoyaki?

Da man Takoyaki meistens an Streetfood-Ständen bekommt, isst man sie oft im Stehen oder unterwegs. Als „Besteck“ bekommt man in der Regel kleine Holzspieße. Bei uns haben acht Takoyaki etwa 600 Yen gekostet, also ungefähr fünf Euro.

Die Bällchen werden sehr schnell zubereitet und sind deshalb außen schön knusprig, während sie innen noch sehr saftig und fast flüssig sind. Und was sie noch sind: heiß, heiß, heiß!

So heiß, dass ich mir beim ersten Bissen tatsächlich den Mund verbrannt habe. Trotzdem waren sie unglaublich lecker.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Meeresfrüchten. Trotzdem fand ich Takoyaki überraschend gut. Man schmeckt den Oktopus zwar noch deutlich, aber der Teig und die vielen Saucen und Gewürze gleichen das ziemlich gut aus.

Im Mund explodieren die verschiedenen Geschmäcker. Es ist schwer zu vergleichen – irgendwie schmeckt es gleichzeitig süß, salzig, knusprig, weich und mit einem Hauch Oktopus.

Bekannte Takoyaki-Stände in Osaka

Wenn du Takoyaki in Osaka probieren möchtest, gibt es einige bekannte Orte.

Kukuru (Dotonbori)
Ein sehr bekannter Takoyaki-Stand im beliebten Dotonbori-Viertel. Vor dem Laden hängt ein riesiger roter Oktopus, der kaum zu übersehen ist.

Aizuya
Dieser Laden gilt als einer der ursprünglichen Takoyaki-Stände in Osaka. Die Takoyaki werden hier traditionell ohne Sauce serviert.

Wanaka (Namba)
Wanaka gehört zu den beliebtesten Takoyaki-Läden der Stadt. Viele Besucher bestellen hier eine Probierplatte mit verschiedenen Varianten.



Fazit – Takoyaki gehören zu Osaka dazu

Takoyaki sind eines der bekanntesten Streetfood-Gerichte Japans und besonders eng mit Osaka verbunden.

Wer die Stadt besucht, sollte die kleinen Oktopus-Bällchen unbedingt einmal probieren. Sie sind günstig, schnell zubereitet und gehören einfach zur Streetfood-Kultur von Osaka dazu.

Selbst wenn man normalerweise kein großer Fan von Meeresfrüchten ist, lohnt es sich, Takoyaki zumindest einmal zu testen.

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