In ganz China findet man Yangrou Chuan an Straßenständen: kleine Lammstücke auf Spießen, über offener Flamme gegrillt, kräftig gewürzt mit Kreuzkümmel, Chili und Salz. Der Duft von Rauch, Fett und Gewürzen gehört für viele untrennbar zum chinesischen Nachtleben.
Traditionell werden diese Spieße über Holzkohle gegrillt. Da das zuhause nicht immer möglich ist, zeige ich hier eine ofenbasierte Variante, die geschmacklich sehr nah ans Original kommt. Wer einen Grill hat, sollte ihn unbedingt nutzen.
Alle Zutaten auf einem Blick:
Hinweis zur Portionsangabe Dieses Rezept kommt bewusst ohne feste Mengen für Personen aus. In der chinesischen Küche wird selten in Portionen gedacht. Warum das so ist und wie du Rezepte trotzdem gut einschätzen kannst, erkläre ich hier: → Authentisch chinesisch kochen
• 500 g Lammkeule oder Lammschulter
• 5 g Salz
• 5 g weißer Pfeffer
• 15 g gemahlener Kreuzkümmel
• 15 g ganze Kreuzkümmelsamen
• 15 g Chilipulver (nach Schärfewunsch)
• 10 g Ingwer, fein gerieben
• 30 ml Pflanzenöl
• 30 ml chinesischer Kochwein
• Holzspieße
Yinjiang Lammspieße - Die Zubereitung
Das Lammfleisch wird in etwa 1,5 bis 2 cm große Würfel geschnitten. Die Stücke sollten nicht zu klein sein, damit sie beim Grillen saftig bleiben und Röstaromen entwickeln.
Das Fleisch kommt in eine Schüssel. Kochwein, Salz, weißer Pfeffer und
Ingwer werden zugegeben und gründlich untergemischt. Diese Mischung
hilft, das Fleisch zu aromatisieren und eventuelle Strenge zu mildern.
Danach gemahlenen Kreuzkümmel, ganze Kreuzkümmelsamen, Chilipulver und
Pflanzenöl einarbeiten, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Das Fleisch wird mindestens eine Stunde mariniert. Länger ist nicht nötig – Xinjiang-Spieße sollen nach Fleisch schmecken, nicht nach Marinade.
Die Holzspieße werden etwa dreißig Minuten in Wasser eingeweicht, damit
sie beim Garen nicht verbrennen. Anschließend das Fleisch locker
aufspießen. Die Stücke dürfen sich berühren, sollten aber nicht gepresst
sitzen.
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Spieße auf ein Grillgitter legen, darunter ein Blech platzieren. Nach etwa sieben Minuten wenden, leicht mit Öl bestreichen und die Temperatur auf 220 °C erhöhen. Weitere sieben Minuten garen. Je nach Ofen und Fleischgröße kann die Zeit leicht variieren.
Direkt nach dem Garen werden die Spieße nochmals mit Kreuzkümmel und Chilipulver bestreut und sofort serviert.❀
Wusstest du...
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Xinjiang Lammspieße – Yangrou Chuan
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ZUTATEN
500 g Lammkeule oder Lammschulter
5 g Salz
5 g weißer Pfeffer
15 g gemahlener Kreuzkümmel
15 g Kreuzkümmelsamen
15 g Chilipulver
10 g Ingwer, fein gerieben
30 ml Pflanzenöl
30 ml Kochwein
Holzspieße
ZUBEREITUNG
Die chinesische und deutsche Pünktlichkeit – ein Vergleich aus dem Alltag

13 Kommentare
Klingt gut. Das werde ich mal ausprobieren!
PS: Machst Du die Fotos zu Deinen Rezepten immer selbst?
Hallo Ragnar,
die Rezeptfotos mache ich nicht alle selbst.Besonders die Rezeptwünsche sind schwierig. Brauche da manchmal etwas Hilfe ^^“
Hey :D
Das sieht wirklich total Yummy aus *_*
Werde ich vielleicht bei Gelegenheit mal nachkochen!
LG, Jade
hallo ting ting,
ich denke das rezept ist auch fuer mich gedacht. vielen dank,
ich probiere es das naechste mal beim grillen aus.
sag dir dann bescheid wie`s war.
lg, dieter
Die Spieße müssen nach dem Marinieren gewaschen werden? Wie stelle ich mir das vor? Unter den Wasserhahn? Zu schade um die Marinade.
Ich hätte gerne so Lammspieße wie in China auf der Straße. Yangrou Zhuar :)
Hallo Michael,
also nur die Spieße (noch ohne Fleisch) sollen vorher gewaschen und eingeweicht werden ;)
Ich vermute mal, du meinst dann diese Spieße? Die besten YangRouChuan kommen von XingJiang^^
Hallo Ting Ting,
Danke für die schönen Rezepte!
Ich persönlich bin gerade mit einem Buch über „Hack“ beschäftigt. Ein chinesisches Hackfleischgericht wird bereits im Buch der Riten ILiGI)erwähnt, das Konfuzius zugeschrieben wird und aus so höfische Riten um 500 v. Chr. be-schreibt. «San», der Hackbraten findet sich unter den Rezepten der 8 köstlichen Gerichte:
«Man nimmt gleich viel Rind-, Hammel- und Schweinefleisch, schneidet es ganz fein, tut die doppelte Menge Reis dazu, mischt es gut durch, macht daraus Frikandellen und brät sie»
Da muss doch noch etwas in die heutige Zeit überliefert sein und etwas ähnliches, abgewandeltes existieren? Kennst Du so ein Rezept?
Gruß
Bernhard
Hallo Bernhard,
von so einem Gericht habe ich leider noch nie gehört. Habe versucht mal danach zu „googeln“, konnte aber auch nichts finden, was deiner Beschreibung entspricht.
Hast du evtl. einen Namen zum Gericht?
Ich war eine längere Zeit in China und habe dort oft diese Spieße gegessen. In Deutschland habe ich schon seit geraumer Zeit nach einem Rezept für die Spieße gesucht und nun endlich auf Deiner Seite gefunden. Vielen Dank!
Hallo Ting Ting, vielen Dank für dein tolles Rezept, habe selbst zweieinhalb Jahre in Beijing gewohnt und ich vermisse am meisten den Geruch der gegrillten Yang Rou Chuan in den mittlerweile leider größtenteils abgerissenen Hutongs… Dank dir hab ich jetzt ein Stück China auf meinem Balkon in Friedrichshain! <3 Ich liebe es! Schöne Seite hast du da, weiter so! 謝謝 und liebe Grüße aus Berlin, Jörg
Hallo Jörg,
das freut mich. Vielen Dank für deinen Kommentar ^^
Ganz liebe Grüße zurück nach Berlin?
Mir geht es genauso! Habe selber drei Jahre in Peking gelebt und vermisse 羊肉串儿 sehr! Werde sie gleich mal auf meinem Balkon im Prenzlauer Berg machen :)
Danke für das Rezept und auch liebe Grüße aus Berlin
War O.K….Hat aber leider nicht so geschmeckt wie in China…
Michael