Dotonbori – Das muss man in Osaka gesehen haben

by Avatar-FotoTing Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 7,2K Aufrufe 5 Minuten Lesezeit

Dotonbori ist eines der bekanntesten Stadtviertel in Osaka. Durch das Viertel fließt der gleichnamige Kanal, entlang dessen sich unzählige Restaurants, Geschäfte und riesige Neonreklamen befinden. Besonders am Abend gehört Dotonbori zu den beliebtesten Orten der Stadt.

Das Viertel liegt im Stadtteil Namba im Zentrum von Osaka. Für viele Besucher gehört ein Spaziergang durch Dotonbori deshalb zu den absoluten Highlights einer Japanreise.

Zwar ist diese Straße auch tagsüber sehr sehenswert, jedoch ist es noch einmal ein ganz anderes Gefühl, sie am Abend mit den vielen Neonlichtern zu erleben.  Der Besuch nach Dotonbori lohnt sich auf jeden Fall und war eines meiner Highlights meiner Japan Reise.

Ein kleiner Tipp: Unbedingt mit leerem Magen und vollem Speicherplatz auf der Kamera nach Dotonbori gehen.

Auf dieser Gourmetstraße kann man die verschiedensten Spezialitäten Japans probieren, wie zum Beispiel Takoyaki, Okonomiyaki, Ramen, Sushi und vieles mehr. So viel Platz passt in einen Magen leider gar nicht.

Wer mehr über die typischen Snacks der Stadt erfahren möchte, kann auch einen Blick in meinen Artikel über Streetfood in Osaka werfen. Dort habe ich einige der beliebtesten Spezialitäten genauer beschrieben.



Glico Man

Der Glico Man ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Dotonbori.

Die riesige Leuchtreklame zeigt einen Athleten auf einer blauen Laufbahn im Hintergrund. Sie gehört zu den ältesten Werbetafeln in diesem Gebiet und wurde erstmals 1935 von der Ezaki Glico Company installiert.

Die Firma ist unter anderem Hersteller der bekannten Glico Caramel Candy und der beliebten Pocky. Viele Japan-Fans kennen Pocky wahrscheinlich – das sind die dünnen Schokoladenstäbchen, die ein wenig an Mikado erinnern.

Die berühmte Reklametafel befindet sich an der Ebisubashi-Brücke entlang des Dotonbori Kanals. Von dort aus hat man einen guten Blick auf die Neonlichter und den Kanal.

Die Brücke ist außerdem einer der beliebtesten Foto-Spots in Osaka. Viele Besucher stellen sich dort in die gleiche Pose wie der Glico Man und machen ein Erinnerungsfoto.

Wir hatten anfangs etwas Schwierigkeiten, die Tafel zu finden, da sie sich nicht direkt auf der Hauptstraße befindet. Man muss einmal um die Ecke zum Kanal laufen, dann entdeckt man sie ziemlich schnell.

Kuidaore Taro

Ein weiteres Symbol von Osaka ist Kuidaore Taro, der erstmals 1950 seinen Auftritt hatte.

Dieser trommelspielende Clown steht heute vor einer Art Essenszentrum in Dotonbori und ist zu einer kleinen Sehenswürdigkeit geworden.

Ich persönlich finde den trommelnden Mann im Clownskostüm irgendwie etwas unheimlich. Vor allem, wenn er sich bewegt und trommelt. Leider habe ich kein Video gemacht, sonst wüsstet ihr, was ich meine.

Trotzdem gehört die Figur inzwischen fest zu Dotonbori und viele Besucher bleiben kurz stehen, um Fotos zu machen.

Kani Dōraku Crab

Ich habe gelesen, dass es dieses Kani Dōraku Restaurant sogar ganze drei Mal in Dotonbori geben soll. Wir selbst haben allerdings nur zwei entdeckt – eines ganz am Anfang und eines etwa in der Mitte der Straße.

Den ersten Standort kann man kaum übersehen, denn über dem Eingang hängt eine riesige mechanische Krabbe.

Das Maskottchen des Restaurants ist etwa 6,5 Meter groß, und die Augen sowie Arme können sich bewegen. Angeboten wird dort vor allem Königskrabbe, die in verschiedenen Varianten zubereitet wird.

Die Königskrabbe kann eine beeindruckende Größe erreichen. Der Panzer wird etwa 25 cm groß, und mit ausgestreckten Beinen kann die Spannweite sogar bis zu 180 cm betragen. Manche Tiere wiegen bis zu 10 Kilogramm und gelten in Japan als echte Delikatesse.

Wir sind mehrmals an dem Restaurant vorbeigelaufen, haben es aber nicht besucht, da die Preise uns etwas abgeschreckt haben. Im Nachhinein bereue ich das allerdings ein wenig.

Streetfood und Atmosphäre in Dotonbori

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten beeindruckt in Dotonbori vor allem die Atmosphäre.

Überall hängen riesige Reklamen in Form von Krabben, Drachen, Sushi oder Fischen. Viele Restaurants versuchen mit besonders auffälligen Dekorationen auf sich aufmerksam zu machen.

Gerade am Abend wird es hier sehr lebendig. Die Straßen sind voller Menschen, überall riecht es nach frisch zubereitetem Essen und aus vielen Restaurants hört man Stimmen und Musik.

Besonders typisch für Osaka sind Takoyaki, kleine Oktopus-Teigbällchen, die frisch an Streetfood-Ständen zubereitet werden. Aber auch Okonomiyaki oder Ramen gehören zu den Spezialitäten, die man hier probieren kann.

Die beste Besuchszeit für Dotonbori

Dotonbori kann man sowohl tagsüber als auch am Abend besuchen.

Tagsüber ist es etwas ruhiger und man kann die Straße entspannter erkunden. Am Abend dagegen entfaltet das Viertel seine besondere Atmosphäre. Dann leuchten die Neonreklamen, die Restaurants sind geöffnet und überall sind Menschen unterwegs.

Viele Besucher kommen deshalb bewusst am Abend nach Dotonbori, um die berühmten Lichter und die lebendige Stimmung zu erleben.



Dotonbori – einfach ein Muss in Osaka

Aber nicht nur die oben genannten Sehenswürdigkeiten beeindrucken in Dotonbori, sondern die ganze Straße mit ihren riesigen Reklamen.

Wie ihr an den Bildern seht, waren wir sogar zweimal in Dotonbori. Das erste Mal tagsüber, als noch nicht ganz so viele Menschen unterwegs waren.

Uns hat die Straße aber schon am Tag so gut gefallen, dass wir unbedingt noch einmal am Abend dort vorbeischauen wollten.

Und tatsächlich wirkt Dotonbori nachts noch einmal komplett anders. Die vielen Lichter spiegeln sich im Kanal, überall sind Menschen unterwegs und die Atmosphäre ist unglaublich lebendig.

Für mich gehört Dotonbori deshalb zu den Orten in Osaka, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Häufige Fragen zu Dotonbori

Wo liegt Dotonbori in Osaka?
Dotonbori liegt im Stadtteil Namba im Zentrum von Osaka entlang des Dotonbori-Kanals.

Was ist das bekannteste Wahrzeichen von Dotonbori?
Das bekannteste Wahrzeichen ist die große Glico-Man-Reklametafel an der Ebisubashi-Brücke.

Wie lange sollte man für Dotonbori einplanen?
Viele Besucher verbringen etwa ein bis zwei Stunden hier. Wer Streetfood probieren oder Restaurants besuchen möchte, kann hier aber auch problemlos einen ganzen Abend verbringen.

Das könnte dich auch interessieren

4 Kommentare

Avatar-Foto
dieter 09/08/2016 - 21:25

hallo ting ting,
die stromrechnung hätte ich gerne auf meinem konto. he,he. das wirkt ja sowas von knallig bunt. näherst du dich etwa den meeresfrüchten (takoyaki) etwas an ? was mich auch sehr ineressiert sind die ramen. ursprünglich stammt das gericht doch aus china, und wurde erst im 19. jahrhundert von der japanischen küche übernommen. könntest du mir da etwas helfen. ich wollte dich schon lange mal nach chinesischen grundsuppen ( huhn, rind oder schwein ) fragen um eine originale nudelsuppe zu kochen.
ich hoffe dein kinderwunsch der japanreise hat sich erfüllt und der urlaub war rundum gelungen.
huch ting ting, habe mir die bilder angesehen und festgestellt – du wirst ja immer hübscher, oder und auch glücklicher. :-)
lg, dieter

Antworten
Avatar-Foto
Ting Ting 10/08/2016 - 02:16

Hallo Dieter,

haha, danke für das Kompliment. Ich glaube das sieht nur auf den Bildern so aus :P Vor allem rund bin ich in Japan geworden, obwohl wir jeden Tag so viel gelaufen sind.

ja, den Takoyaki Bericht habe ich jetzt sogar schon fertig. Werde ich gleich veröffentlichen^^ Ramen kommt auch noch dran. Fand ich persönlich aber nicht so überwältigend. Wir sind in eine Ramenkette gegangen, die uns Bekannte empfohlen haben. Ich glaube das ganze ist auch Geschmackssache. Meine Bekannten fanden es dort sowas von lecker und mein Mann und ich konnte gar nicht mehr aufhören Wasser nachzugießen, weil das so salzig war :0

Die Grundsuppe für Nudeln ist eigentlich nicht schwer. Benötigt nur wahnsinnig viel Zeit, weil man sehr sehr sehr lange die Knochen in einer Suppe abbrühen muss. Ich schau mal, was sich da reinstellen lässt^^

ich hoffe dein kinderwunsch der japanreise hat sich erfüllt und der urlaub war rundum gelungen.

Ja auf jeden Fall :D Möchte irgendwann nochmal hin. Dann aber nach Tokyo und auf die schöne Insel Hokkaido

Antworten
Avatar-Foto
Hani 29/08/2016 - 14:43

Wow diesen Post habe ich komplett verschlungen und an den Bildern kann ich mich kaum sattsehen. Manche finden es ja too much, aber das ist genau das was ich so toll finde und irgendwie charmant.
Die Sehenswürdigkeiten sind ungewöhnlich aber deshalb auch sehr japanisch ^-^!

Wir wollen nächstes Jahr irgendwann im Spätherbst nach Tokyo und nochmals HongKong, sind aber am Überlegen noch weitere Städte auf dem Weg mitzunehmen. Jedenfalls habe ich jetzt noch mehr Lust auf mehr Japan :D

Antworten
Avatar-Foto
Ting Ting 02/09/2016 - 04:59

In Tokyo solls ja noch verrückter zu gehen^^ Aw, will da auch noch hin v.v
Mit Spätherbst habt ihr da definitiv eine bessere Zeit erwischt, als ich, lach.

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

* Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.

Adblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie die AdBlocker-Erweiterung Ihres Browsers für unsere Website deaktivieren.