Xiaolongbao: Herkunft, Unterschiede und warum Wuxi so bekannt ist

by Ting Ting
Veröffentlicht: Aktualisiert: 7,K Aufrufe 2 Minuten Lesezeit

Xiaolongbao gehören zu den bekanntesten gedämpften Teigtaschen Chinas. Immer wenn ich nach Wuxi Reise, dürfen sie nicht fehlen. Ich lebe dort zwar nicht, bin aber regelmäßig vor Ort, da ein Teil meiner Familie in Wuxi lebt. Gerade deshalb ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich Xiaolongbao je nach Region schmecken und aussehen können.

Was Xiaolongbao eigentlich sind

Xiaolongbao sind kleine gedämpfte Teigtaschen aus Weizenmehl. Gefüllt werden sie meist mit Schweinefleisch, Ingwer und Frühlingszwiebeln. Das Besondere ist jedoch die Brühe im Inneren.

Diese Brühe entsteht nicht zufällig. Sie wird meist durch eine gelatinehaltige Masse erzeugt, die beim Dämpfen schmilzt. Erst dadurch entsteht der typische Moment, wenn beim Öffnen der Teigtasche heißer Saft austritt.

Xiaolongbao und ihre Herkunft

Ursprünglich stammen Xiaolongbao aus der Jiangnan-Region, also aus dem Gebiet südlich des Jangtse. Besonders bekannt sind Varianten aus Shanghai, Suzhou und Wuxi.

Während man in Shanghai eher sehr feine, fast elegante Xiaolongbao findet, sind sie in Wuxi meist etwas kräftiger im Geschmack. Viele Menschen aus Shanghai fahren tatsächlich gezielt nach Wuxi, um dort Xiaolongbao zu essen.Der Grund liegt vor allem in der Füllung, die dort oft etwas süßer abgeschmeckt ist.

Das Restaurant, welches wir immer besuchen ist das Xi Sheng Yuan 熙盛源 an der Jiankang Road 84 健康路84号.

Wie man Xiaolongbao richtig isst

Xiaolongbao werden traditionell direkt aus dem Dampfkorb gegessen. Dabei sollte man vorsichtig sein, da die Brühe im Inneren sehr heiß ist.

Üblich ist es, die Teigtasche leicht anzustechen, etwas Brühe auszutrinken und sie anschließend zu essen. Manche dippen sie auch gerne kurz in Essig.

Unterschied zu Baozi

Xiaolongbao werden häufig mit Baozi verwechselt. Beide bestehen aus Hefeteig, unterscheiden sich aber deutlich. Baozi sind größer, luftiger und werden meist als sättigendes Alltagsessen gegessen.
Xiaolongbao sind kleiner, feiner und deutlich technischer in der Herstellung.

Eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Baozi findest du hier: Chinesische Baozi und ihre verschiedenen Sorten

Xiaolongbao als Teil der chinesischen Esskultur

In China sind Xiaolongbao kein Luxusgericht. Sie werden häufig zum Frühstück oder als kleines Essen zwischendurch gegessen. Gerade diese Selbstverständlichkeit macht sie so besonders.

Wer sich intensiver mit chinesischer Esskultur beschäftigen möchte, findet hier einen Einstieg:
Chinesisches Essen erklärt
.

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8 Kommentare

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Kalisi 25/02/2014 - 02:22

Erinnert mich sehr an die russische Variante Pilmeni oder auch die größere Version Mante. Die werden auch gedampft und sich kleine Fleischstücke im Teigmantel. c:

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Ting Ting 28/02/2014 - 13:31

*malnachgoogle*
Die Pilmeni sehen den chinesischen Jiaozi sehr ähnlich. ^^
Als ich Mante gegoogelt habe, kamen nur Bilder von einer Gottesanbeterin raus 😀

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Maricel 27/02/2014 - 21:40

Also unter diesen Umständen würde ich mich nicht wohlfühlen,
da kann man nicht in Ruhe essen. Da muss doch ein furchtbares lautes Gewusel sein, wenn da Leute warten.
Sind wohl so eine Art Maultaschen.
Ist ja kein Wunder, wenn das teuer ist. Bei dem Andrang.

LG

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Ting Ting 28/02/2014 - 13:35

In China ist es in Restaurants etwas anders als in Deutschland. Eigentlich immer sehr voll und laut. Beim Essen wird auch meistens laut geredet, das heißt, dass eine gute Stimmung herrscht.
In Deutschland war ich auch anderes gewöhnt, aber nach einer Weile Aufenthalt merkt man den Lärm auch nicht mehr wirklich…zum Lärm allgemein, ich glaube ich hatte auch noch keine einzige Nacht, wo es draußen mal richtig ruhig ist. Ist zwar nicht grad gesund, aber man gewöhnt sich doch irgendwie dran.

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Maricel 28/02/2014 - 21:34

Und du wohnst doch im 7.Stock , oder hab ich das falsch in Erinnerung ? da kann man doch den Verkehr kaum noch hören.
Lärm macht auf Dauer krank.
Aber vielleicht sehe ich alles zu konservativ.
Smog und Lärm würden mich abschrecken.

LG

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Ting Ting 28/02/2014 - 22:27

Ja, ich wohne im 7ten Stock ^^
Der Verkehr ist hier nicht das Problem. Ich wohne zum Glueck nicht auf einer Hauptstrasse. Aber es gibt leider genuegend andere Laermmacher, wie z.B streitende Katzen, Feuerwerke die um 2 Uhr morgens losgehen, eine Frau, die meint lautstark weinen zu muessen, Bauarbeiten um 4 Uhr morgens oder Lastwagen, die meinen muessen um 1Uhr morgens noch etwas entladen zu muessen. Irgendwas ist immer und durch die nicht ganz schalldichten Fenster kann man alles einfach so hervorragend hoeren…
Das kurioseste was ich mal erlebt habe, war ein extrem lautstarkes Summen. Es war wirklich soooooooooooo laut, ich dachte die Aliens kommen…ich weiss aber bis heute nicht, was das war.
Das mit dem Smog, das finde ich auch schlimm. Also letztes Jahr war die Luft wirklich nuoch gut in Ningbo, nur halt seit kurzem hat es angefangen so schlimm zu werden…und dieser Smog ist bis heute noch nicht richtig verschwunden. Es gibt immer noch Tage, wo es wirklich total nebelig ist.

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Geerd Loock 17/02/2023 - 13:16

Hallo Ting Ting,
ich bin vor längerer Zeit auf deinen Blog gestoßen (warum… weiß ich nicht mehr genau), aber mal wieder drauf gestoßen (im Urlaub).
Xiao long bao habe ich mit großem Vergnügen in Taipeh gegessen (immer wieder), es gibt da (und weltweit, San Francisco etc.) eine Super-Kette (habe den Namen vergessen). Werde mal das Rezept googeln. Glückwunsch zu deiner Seite, herzliche Grüße, Geerd

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Geerd Loock 17/02/2023 - 13:49

Din tai fung… gibt es in London(und überall in Asien und den USA, irgendwo steht „Michelin Stern“… Aber genug Rezepte für Xiao long bao im Netz, schwierig wohl der Teig, Geheimnis die gelierte Brühe…

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