3,7K
Seit Tagen regnet es in Ningbo ohne Unterbrechung. Erst heute Morgen hört der Regen kurz auf – für viele leider viel zu spät. Der Dauerregen in Kombination mit einem Taifun hat in mehreren Stadtteilen von Ningbo zu starkem Hochwasser geführt. Straßen stehen unter Wasser, Keller und Erdgeschosse sind überflutet, und für viele Familien ist das eigene Zuhause im Moment nicht mehr bewohnbar.
In einigen Vierteln reicht das Wasser bis zu den Knien. Menschen suchen Zuflucht in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Sporthallen. Man merkt plötzlich, wie verletzlich selbst eine moderne Großstadt sein kann, wenn die Natur die Kontrolle übernimmt.
Gestern Abend macht eine SMS die Runde. Sinngemäß steht darin, dass man das Haus möglichst nicht verlassen soll, um den Verkehr nicht zusätzlich zu belasten. Für den heutigen Tag wird angeordnet, dass die Bürger nicht zur Arbeit gehen müssen. So eine Nachricht bekommt man nicht oft und genau deshalb wirkt sie umso beunruhigender.
Das Viertel, in dem ich wohne, bleibt bisher vergleichsweise verschont. Einige Keller und Garagen sind vollgelaufen, aber ansonsten ist es hier noch ruhig. Doch schon ein zehnminütiger Spaziergang reicht aus, um wieder mitten im Hochwasser zu stehen. Nasse Füße bekommt man hier gerade schneller, als man schauen kann.
Eine wirkliche Entspannung ist noch nicht in Sicht. Das Wasser kann kaum abfließen, viele Kanäle sind überlastet. Man wartet ab, beobachtet, hofft und merkt dabei, wie sehr sich der Alltag von einem Moment auf den anderen verändern kann.
Ningbo ist eine moderne, schnell wachsende Stadt. Doch in solchen Momenten fühlt sich alles plötzlich klein an. Der Verkehr steht still, Geschäfte bleiben geschlossen, und das Leben verlangsamt sich unfreiwillig. Man ist einfach froh, wenn man trocken geblieben ist.
Am Ende bleibt nur, abzuwarten und dankbar zu sein, wenn es einen selbst nicht ganz so schlimm getroffen hat.
In einigen Vierteln reicht das Wasser bis zu den Knien. Menschen suchen Zuflucht in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Sporthallen. Man merkt plötzlich, wie verletzlich selbst eine moderne Großstadt sein kann, wenn die Natur die Kontrolle übernimmt.
Gestern Abend macht eine SMS die Runde. Sinngemäß steht darin, dass man das Haus möglichst nicht verlassen soll, um den Verkehr nicht zusätzlich zu belasten. Für den heutigen Tag wird angeordnet, dass die Bürger nicht zur Arbeit gehen müssen. So eine Nachricht bekommt man nicht oft und genau deshalb wirkt sie umso beunruhigender.
Das Viertel, in dem ich wohne, bleibt bisher vergleichsweise verschont. Einige Keller und Garagen sind vollgelaufen, aber ansonsten ist es hier noch ruhig. Doch schon ein zehnminütiger Spaziergang reicht aus, um wieder mitten im Hochwasser zu stehen. Nasse Füße bekommt man hier gerade schneller, als man schauen kann.
Eine wirkliche Entspannung ist noch nicht in Sicht. Das Wasser kann kaum abfließen, viele Kanäle sind überlastet. Man wartet ab, beobachtet, hofft und merkt dabei, wie sehr sich der Alltag von einem Moment auf den anderen verändern kann.
Ningbo ist eine moderne, schnell wachsende Stadt. Doch in solchen Momenten fühlt sich alles plötzlich klein an. Der Verkehr steht still, Geschäfte bleiben geschlossen, und das Leben verlangsamt sich unfreiwillig. Man ist einfach froh, wenn man trocken geblieben ist.
Am Ende bleibt nur, abzuwarten und dankbar zu sein, wenn es einen selbst nicht ganz so schlimm getroffen hat.

13 Kommentare
Da hast du wirklich nochmal Glück gehabt!
Ich finds cool, dass diese SMS rumgeschickt wurden ^^
Ja, da hatte ich wohl wirklich Glück : )
Die Sms fand ich auch ganz nett, ich weiß bis heute aber noch nicht, wie das genau mit den Sms’en funktioniert und wer sie verschickt O.o
Hallo
hoffentlich geht alles gut aus und die Lage beruhigt sich bald.
Das Wasser steht aber stellenweise doch schon sehr hoch. Nur gut das Du in den oberen Stockwerken wohnst.
Liebe Grüße aus der trüben Schweiz, Ophelia
Eine Bekannte von mir, die in einem anderen Ortsteil wohnt, meinte noch, dass sie in Gummistiefeln rumlaufen müsste. Hier im Zentrum scheint aber alles so einigermaßen wieder normal zu sein.
Heh..weit oben zu wohnen hat wohl manchmal auch was gutes.
Oh mein Gott, das sieht echt krass aus…
Hoffe für euch, dass das Wasser trotz der Abflussschwierigkeiten schon bald wieder zurückfließt! :)
Das klingt wirklich schrecklich. :( Ich hoffe es wird dort bald alles wieder gut!
Aber interessant, dass man da zuhause bleiben darf… Als bei uns dieses Jahr Hochwasser war, musste man kommen, egal wie – oder halt Urlaub nehmen. Fand ich etwas dreist wenn man von der Außenwelt abgekappt ist…
Na hoffentlich wirds nicht noch schlimmer!
In China ist es eigentlich auch eher selten, dass man wegen irgendetwas frei bekommt…war dieses Mal wohl eine Ausnahme. In den Nachrichten wurde auch gesagt, dass es sowas schon seit 60 Jahren nicht mehr gegeben hatte…
Das bei euch, trotz Hochwasser noch gearbeitet werden musste, ist natürlich ärgerlich und natürlich auch dreist : (
Da hat man schon „Pech“ und muss zu dem Unglück auch nochmal arbeiten gehen…
Heute schien herrlich die Sonne und mir war wieder ganz heiß…also Regen wird es vorerst (hoffentlich) keinen mehr geben : )
Bei dem ersten Hochwasser, welches 2002 war (also das erste welches ich erlebte), war ich noch in der Schule und da war dann Schulfrei, wäre da auch nicht aus meinem Dorf gekommen und wir waren auch betroffen.
Dieses Jahr hat es weder meine Eltern noch mich erwischt (okay, wohn nun auch auf dem Berg).
Schö das die Sonne wieder scheint ^_^
Ich habe es in den TV – Nachrichten gesehen.
Echt schlimm.
Mhh…das kam sogar im deutschen Fernsehn? :shock:
Rundsms? Haben die denn die Nummern von allen? Bzw. wie funktioniert das denn? öö
Ohje, Hochwasser ist echt nicht toll…
Die armen Leute dort.
Ich weiß auch nicht so genau wie das funktioniert. Die Leute „von ganz oben“, haben wohl alle Nummern gespeichert. In China gibt es nämlich nur 2 Telefonanbieter, vielleicht ist es da nicht so schwer alle Nummern herauszufinden.